Abschied von den Kleinen

von Redaktion

Im Jahr 2024 kam für besonders viele Minis das endgültige Aus

Das Jahr 2024 bedeutete für viele Automodelle das Aus. Dabei mussten wir uns vor allem von vielen Kleinwagen verabschieden.

Im Sommer sagte der Fiat 500 nach 16 Jahren Produktionszeit Arrivederci. Weltweit wurden über 3,2 Millionen Exemplare, darunter mehr als 350000 in Deutschland verkauft. Letztlich waren die Kosten zu hoch, ihn an die seit Sommer geltenden Bestimmungen für Neuwagen anzupassen. Mit dem elektrischen 500e haben die Italiener eine (wesentlich teurere) Alternative im Programm.

Die neuen Vorschriften sowie die für Mitte 2025 anstehende Euro-7-Norm bedeuteten auch für andere Kleinst- und Kleinwagen das Aus. So auch für den Mazda 2. Der japanische Kleinwagen startete in der dritten Generation 2015, diverse Facelifts sorgten auch bei ihm für optische und technische Aktualität. Immerhin können Kunden weiterhin einen Mazda 2 ordern, der aber lediglich ein Klon des Toyota Yaris Hybrid ist.

Suzuki schob im vergangenen Jahr gleich drei Modelle aufs Abstellgleis. Der 3,65 Meter kurze Offroader Jimny hatte schon länger Probleme mit der Einhaltung der Abgasvorgaben und war nur noch als Zweisitzer in einer Nutzfahrzeugversion erhältlich. Der 3,70 Meter lange Ignis bot als einer der wenigen Kleinstwagen optional Allradantrieb, der 3,85 Meter lange Swift Sport brachte mit seinem 129 PS starken Turbo-Benziner sowie mit breiteren Kotflügeln, dicken Endrohren und Zierteilen in Carbon-Optik etwas mehr Schwung in die Angebotspalette des Swift.

Der Mitsubishi Space Star setzte mit günstigen Einstiegspreisen immer wieder Ausrufezeichen. Zwischendurch war der rund 3,70 Meter kurze Fünftürer für unter 8000 Euro zu haben, aber auch regulär gehörte er mit Preisen ab rund 12000 Euro zu den günstigsten Neuwagen in Deutschland.

Dazu zählte der Renault Twingo längst nicht mehr. Der französische Kleinstwagen war über die Jahre erwachsen geworden, auch was die Preise angeht. Die dritte Generation, die in Kooperation mit Smart entwickelt wurde, konnte zwar nicht den Kultstatus des ersten Twingo erreichen, war aber technisch das deutlich bessere Auto. Ganz verschwinden wird der Twingo allerdings nicht. Hersteller Renault belebt ihn vermutlich ab 2026 als elektrisches Modell und nutzt so die Strahlkraft seiner Kultmodelle für die Transformation ins E-Zeitalter.

Dem Renault Zoe hat dagegen sein letztes Produktionsstündchen geschlagen. Der viertürig Stromer, der seit 2013 den Markt für kleine E-Autos aufmischte und jahrelang die Bestsellerliste anführte, muss dem neuen R5 weichen, der in der Produktion wohl um rund ein Drittel günstiger sein soll sowie die bessere Technik bereithält. Dirk Schwarz/SP-X

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