Auch wenn einmal im Jahr der professionelle Ableseservice kommt oder der Zählerstand der Heizung elektronisch erfasst wird, sollten Mieter die Zählerwerte ihrer Heizung regelmäßig selbst ablesen.
So vermeidet man, dass falsche Werte festgestellt und der Verbrauch in der Heizkostenabrechnung höher angegeben wird, als er tatsächlich war. Das sollten Mieter dazu wissen:
Welche Zählerarten gibt es?
Es gibt drei unterschiedliche Arten von Heizungszählern: Heizkostenverteiler nach dem Verdunstungsprinzip, elektronische Heizungszähler und Wärmezähler. Die ersten beiden Arten werden direkt am Heizkörper angebracht. Der Wärmezähler befindet sich dort, wo die Wasserleitungen in die Wohnung oder in das Haus gelangen – oft im Keller, manchmal aber auch in der eigenen Wohnung. Tipp: Mieter sollten darauf achten, dass Zähler am Heizkörper korrekt montiert sind. Sie müssen sich im oberen Drittel und dort in der Mitte des Heizkörpers befinden. Außerdem muss das Modell für die jeweilige Heizung geeignet sein.
Die Heizung selbst ablesen?
Der größte Vorteil liegt auf der Hand: Auch Ablesedienste machen nicht immer alles richtig. Wenn Mieter selbst ihren Heizungszähler ablesen, fallen Fehler auf und man kann gegebenenfalls eine Korrektur der Abrechnung anfordern. Aber auch im Alltag ist es hilfreich, die Heizung abzulesen: So merken Mieter sofort, wenn der Verbrauch ansteigt und können bei Bedarf ihren Energiebedarf selbst reduzieren.
Wie kann man
Energie sparen?
Eine professionelle Wartung der Heizungsanlage beispielsweise kann den Gasverbrauch um bis zu 15 Prozent senken. Ob für die Wartung der Mieter oder Vermieter zuständig ist, hängt vom Mietvertrag ab. Zudem kann man mit einer guten Einstellung am Thermostatventil einiges an Heizkosten sparen. Als Faustregel gilt: Schon eine Absenkung der Zimmertemperatur um ein Grad spart sechs Prozent des Energieverbrauchs. Das Umweltbundesamt empfiehlt für Räume generell: Wohnbereich 20 Grad, Küche 18 Grad und Schlafzimmer 17 Grad Celsius. DJD