Immer ein offenes Ohr für die Aschauer hat Bürgermeister Christian Weyrich. Auch außerhalb seiner Sprechstunde wenden sie sich an ihn, sprechen auf kurzem Weg etwa Bauthemen, Parkmöglichkeiten oder auch Nachbarschaftsprobleme an.
Mit Blick auf die Unternehmensstruktur in der Gemeinde sei man mit Betrieben aus unterschiedlichen Branchen breit aufgestellt. Mit Blick auf ZF Lifetec ist er froh, dass sich die Krisenstimmung, die noch im November herrschte, gelöst hat: Die Airbagsparte des Automobilzulieferers wird aus dem Konzern herausgelöst, um sich neu aufzustellen. Weyrich ist optimistisch, was die rund 980 Arbeitsplätze angeht.
Ein Großprojekt, das die Gemeinde beschäftigt, ist der Neubau des Sonderpädagogischen Förderzentrums in Waldwinkel, in das der Landkreis rund 50 Millionen Euro investiert. Der Bürgermeister sieht den Neubau als großen Gewinn für die Kinder und für die Gemeinde. Er rechnet damit, dass es mehr Busverkehr auf Waldwinkler Straßen geben wird. Da sich dieser aber auf bestimmte Zeiten am Tag konzentriert, hält er das für unproblematisch. Positiv sei, dass neben dem Berufsbildungswerk die Förderschule ein weiterer Kunde für das Wärmenetz ist.
Pläne für die
Schwimmhalle
Die Schwimmhalle in Waldwinkel hatte die Gemeinde von den Salesianern übernommen. Momentan ist sie geschlossen. Langfristig möchte man sie aber für die Öffentlichkeit zugänglich machen. Sie bleibt Schulschwimmbad, etwa für den Sportunterricht und für Vereine. An zwei Abenden die Woche soll das Bad für die Bevölkerung kostenlos geöffnet werden.
Die Temperatur soll auf komfortable 28 Grad angehoben werden. Eine Kostenersparnis verspricht sich der Bürgermeister von der Umstellung der Wärmeerzeugung. Die Wärme aus dem Blockheizkraftwerk soll für das eigene Wärmenetz genutzt werden. Dass die Kinder schwimmen lernen, ist ihm wichtig. Wiedereröffnet werden soll die Schwimmhalle im Herbst 2027.
Netzerweiterung mit
Geothermie
Die kommunalen Liegenschaften werden derzeit über ein kleines, kommunales Netz mit einer Hackschnitzelheizung beheizt. Es soll durch Geothermie erweitert werden und ganz Aschau versorgen können. „Die Entscheidung für Geothermie fiel, weil sie gut verfügbar ist und weil aufgrund der ortsansässigen Industrie nicht Hackschnitzel aus der ganzen Umgebung aufgekauft werden sollen“, erklärt der Bürgermeister. Für die Geothermie arbeitet die Gemeinde mit den Waldkraiburger Stadtwerken zusammen. Eine zweite Geothermiebohrung ist bereits geplant. Die Entscheidungen, wie es weitergeht, werden dieses Jahr fallen.
Daueraufgabe
Hochwasserschutz
Die Aschauer Bürger können sich in einer Computersimulation ansehen, wohin bei Hochwasser die Sturzfluten fließen und so besser beurteilen, ob sie beispielsweise eine spezielle Versicherung abschließen sollten. Für die Gemeinde insgesamt kann mit dem positiven Bescheid des Wasserwirtschaftsamtes über Fördergelder ein Projekt zur Entschleunigung des Thalerbaches verwirklicht werden.
Ortsmitte gestalten
Für die Ortsmitte ist eine Neugestaltung angedacht. Dabei geht es um den Kiesplatz am Rathaus. Dort sollen Bäume gepflanzt werden. Ferner soll der Kiesplatz kostengünstig übersichtlicher strukturiert werden: „Wir möchten, dass es eine offene, multifunktionale Fläche bleibt“, betont Bürgermeister Christian Weyrich. sn