„Ein besonderes Projekt ist aktuell der Geh- und Radweg zwischen Schwindegg und Buchbach. Die Zusammenarbeit mit unserer Nachbargemeinde ist große Klasse“, fasst Bürgermeister Roland Kamhuber zusammen. Hierfür gab es „dicke Bretter zu durchbohren“, denn bei dem Großprojekt seien viele Themen zu beachten. So spielen die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer eine herausragende Rolle, aber natürlich auch der Naturschutz und letztendlich auch die Finanzierung. Trotz der Bedenken vieler wurde das Thema nach Klärung der Grundstücksthemen zügig angegangen und mit den Bauarbeiten begonnen. „Da der Weg durchgängig befahrbar ist, ist das Thema auch förderfähig“, ergänzt Kamhuber einen zentralen Punkt.
Das Thema Sicherheit sei das „A und O“ des Projektes, denn viele Kinder sowie Pendler nutzen derzeit die Straße zwischen Buchbach und Schwindegg. Gefährliche Überholmanöver durch Pkw seien hier keine Seltenheit. An der neuen Querungsinsel wird im Rahmen der Bauarbeiten zudem eine Beleuchtung installiert, um die Sicherheit weiter zu erhöhen.
Von großer Bedeutung sind auch die naturschutzrechtlichen Aspekte. So befindet sich zwischen Loinbruck und Zurmühle auf einer Länge von rund 250 Metern ein Silber- und Auenwald. Für den ungeübten Passanten vielleicht „nur ein paar Sträucher“, aber dennoch ein schützenswertes Habitat, für das mit großem Aufwand ein Gutachten erstellt werden musste.
Ebenfalls aus Naturschutzgründen ist ein Neubau einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke dort nicht möglich. „Hierfür haben wir dann gemeinsam eine Lösung mit der bestehenden Brücke ausgearbeitet“, erklärt Kamhuber.
Ein großes Herzensprojekt der Gemeinde war der Bau des neuen Feuerwehrhauses für Walkersaich. Für Bürgermeister Kamhuber ist es ein Leuchtturmprojekt, das er immer gerne wieder anführt, denn realisiert werden konnte das Projekt nur durch die vielen geleisteten ehreamtlichen Arbeitsstunden. Die offizielle Einweihung ist für den 5. und 6. April geplant.
Ebenfalls hat inzwischen der Spatenstich für das neue Baugebiet in Allersheim stattgefunden. Auf der gemeindlichen Seite entstehen hier 39 Parzellen, die dringend benötigt werden. „Das haben wir in sehr kurzer Zeit realisieren können“, erklärt der Bürgermeister.
Der Baubeginn für die Erweiterung der Kläranlage verschiebt sich hingegen auf das dritte Quartal, da hier besondere Anforderungen des Wasserwirtschaftsamtes bezüglich der Technik und Strukturierungen aufgekommen seien.
Gefragt ist solide
Finanzpolitik
Einiges sei in Bezug auf den „Invest in unsere Infrastruktur“ bereits gemacht, so der Bürgermeister. Vieles steht noch an. Das alles koste Geld, welches in Zeiten rückläufiger Steuereinnahmen und höherer Kosten nicht einfach so zur Verfügung steht. Daher ergibt sich bei jedem Thema die Frage, was gemacht werden muss und was freiwillig gemacht werden könnte. Eine solide Finanzpolitik sei hier enorm wichtig und werde auch im Gemeinderat sehr detailliert betrachtet.
Erledigt ist inzwischen die Ertüchtigung der Straße bei den Verbrauchermärkten sowie der Erwerb des neuen Grundstückes zur Erweiterung des Kindergartens. Am Kindergarten wurden vorerst Module aufgestellt, die für drei bis vier Jahre als Provisorium bis zur Fertigstellung der Gebäudeerweiterung dienen werden. „Alle Kinder finden dann einen Platz dort“, so Kamhuber.
Er fügt aber kritisch hinzu, dass zwar ein Rechtsanspruch auf die Kinderbetreuung bestehe, doch woher das Geld und vor allem auch das Personal kommen sollen, sei deshalb noch lange nicht gelöst. „Hier sind die Gemeinden auf sich allein gestellt“, sagt Kamhuber und ergänzt: „Mein großer Dank geht an die Trägerschaft des Kindergartens, nämlich die Kirche. Und vor allem persönlich an Pfarrer Thomas Barenth, denn mit ihm und dem Gemeinderat und der Gemeindeverwaltung haben wir sehr gut zusammen gearbeitet. Die Kirche baut die Trägerschaft so aus, dass der Kindergarten alle Ressourcen hat, die er braucht.“ Überhaupt spart der Bürgermeister auch nicht mit Lob für die Gemeindeverwaltung, die mit ihren Mitarbeitern und den zur Verfügung stehenden Mitteln „toll performt und echt klasse arbeitet“.
Bezüglich der Nahwärmeversorgung muss die Gemeinde entsprechende Rahmenbedingungen schaffen. Der eigentliche Betrieb soll dann eigenwirtschaftlich erfolgen. Hierzu hat es bereits Informationsveranstaltungen für die Bürger gegeben, bei denen auch Mitarbeiter der ESB viele Fragen beantworten konnten. Seitens der ESB ist inzwischen auch die Entscheidung gefallen, das Nahwärmenetz umzusetzen. Dieses Thema wird die Gemeinde natürlich weiter beschäftigen. Ebenso befasst sich die Gemeinde mit dem Thema „Zweigleisiger Bahnausbau“.
Der Bahnhof soll eine neue und moderne Stellwerkstechnik erhalten. Für den Ersatz des Bahnüberganges Allersheim hat die Bahn nach aktuellen Planungen vor, die bereits vorgestellt Lösung zu realisieren. Dies ist zur Zeit noch abhängig vom Planfeststellungsverfahren. ese