Die Renaturierung der Hochmoorfläche beschäftigt die Gemeinde schon länger. 2015 gab es erste Gespräche dazu. Seitdem äußerten Gemeinderat und Bürger Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf das nahe und tiefer gelegene Wohngebiet Eichet sowie auf die Häuser in der Neumühle. Ebenso unklar war, wie sich die Wiedervernässung auf die bestehende Landwirtschaft der JVA auswirken würde.
Im September 2018 lehnte der damalige Gemeinderat die geplante Maßnahme grundsätzlich ab. Sollte die Ablehnung vom Wasserwirtschaftsamt nicht anerkannt werden, wie es im damaligen Beschluss heißt, stellt der Gemeinderat bezüglich des wasserrechtlichen Antrags auf Verschluss der Entwässerungsgräben in der Damberger Filze einige Forderungen. Danach war wieder Funkstille, bis im Oktober 2023 die Bayerischen Staatsforsten Tatsachen schufen und mit Abholzungen begannen. Erst auf Nachfragen kam heraus, dass eine 43 Hektar große Fläche in den Damberger Filzen rund um die JVA, die derzeit größtenteils landwirtschaftlich genutzt wird, renaturiert werden soll.
200 Hektar sollen renaturiert werden
Bei einer Sonderveranstaltung wurde weiter bekannt, dass es nicht bei dieser kleinen Fläche bleiben wird – das Umweltministerium ist hierbei Maßnahmenträger –, sondern sich weiter im südlichen Chiemseemoor ausdehnen soll. Langfristig sollen 200 Hektar renaturiert werden. Seitdem hat Bernau nichts mehr gehört. Klar ist bisher nur, dass die notwendige wasserrechtliche Erlaubnis für eine Wiedervernässung beim Wasserwirtschaftsamt beantragt werden muss und dass dieser Antrag noch nicht eingereicht wurde.elk