In Planung ist seit Ende Juli 2024 ein Dorfstadel im Eckergarten, der mit 50 Quadratmetern verschiedene Möglichkeiten für Vereine schaffen soll, Gemeinschaft zu pflegen, Versammlungen abzuhalten oder Feste vorzubereiten. Auch dass der „Point of Presence (POP)“ als Breitbandkabel-Ausgangspunkt mit einbezogen und damit in das neue Gebäude integriert werden soll, kann als positiver Nebeneffekt angesehen werden. Umsetzbar wurden diese Pläne durch eine LEADER-Förderung, die anlässlich einer Versammlung der Aktionsgemeinschaft Mangfalltal-Inn in Rohrdorf einstimmig beschlossen wurde.
Von den 15 stimmberechtigten Gemeinden wurde das Dorfstadel-Projekt 2024 als förderwürdig eingestuft. 100000 Euro stehen so nun bei geschätzten 265000 Euro Gesamtkosten zur Verfügung. Bürgermeister Robert Aßmus freute sich bei der Vergabe der Fördersumme besonders über die Fürsprache zum Vorhaben durch die Nachbargemeinden. Zwei Jahre hat die Gemeinde Zeit, alles umzusetzen. Das Baugenehmigungsverfahren läuft bereits.
Zu groß, zu klein, zu
teuer, zu „greislig“?
Nicht unumstritten ist das Projekt im Vorfeld der Entscheidung aber in der Öffentlichkeit. Als zu groß, zu klein, zu teuer oder gar als „greislig“ wurde es bereits bezeichnet. In der letzten Bürgerversammlung nahm das Thema deshalb auch einen größeren Raum bei den Bürgerfragen ein. Auf keinen Fall solle das Gebäude ein „Robert-Aßmus-Gedächtnisstadel“ werden, so der Bürgermeister damals. Er berief sich bei dieser Gelegenheit auf einen eindeutigen Zustimmungsbeschluss des Gemeinderates, betonte aber auch, die Mittel, die die Gemeinde aufbringen müsste, seien gut angelegt. Einer Umschichtung der Gelder in die Reparatur des beim Juli-Unwetter beschädigten Eckerstadels sei derzeit auch für das Jahr 2025 nicht möglich, da nicht nur der Denkmalschutz hierbei der Bremser sei, sondern auch ein Gesamtkonzept in Millionenhöhe aktuell ohnehin finanziell nicht stemmbar sei. kr