Geothermie – eine Frage der Wirtschaftlichkeit

von Redaktion

Die Gemeinde Ampfing arbeitet mit der Firma ONEO zusammen an der Entwicklung eines Geothermieprojektes. Dabei soll eine bestehende Bohrung vertieft werden und eine neue Bohrung um eine geothermische Dublette erweitert werden, die aus der Förderbohrung zur Wasserentnahme und einer Injektionsbohrung zur Rückführung des abgekühlten Thermalwassers besteht. Eine Machbarkeitsstudie betrachtete zwei Versorgungsszenarien. Szenario I: Eine alleinige Versorgung Ampfings, die sich jeodch nicht wirtschaftlich darstellen lässt. Szenario II: Wärmeversorgung Ampfing plus Dritte: Die Wirtschaftlichkeit in diesem Szenario ist abhängig von der Wärmeabnahme durch Dritte. Bei einem entsprechenden Bedarf könnte eine zweite Bohrung sinnvoll sein. Um das Projekt erfolgreich umsetzen zu können, es müsse daher groß gedacht werden. Eine Versorgung von Mühldorf West, Waldkraiburg und Aschau könnte die Wärmeentstehungskosten entscheidend senken und eine wirtschaftliche Umsetzung ermöglichen. Die Koordination könnte eventuell durch das noch zu gründende Landkreiswerk erfolgen. Studien betrachten aktuell die Varianten „Waldkraiburg/Ampfing/Aschau“. Zusätzlich bemüht sich die Gemeinde um Fördergelder vom Freistaat Bayern, um auf diesem Weg eine Wirtschaftlichkeit zu erzielen. Aktuell sind Bundeszuschüsse in Höhe von 40 Prozent bei den Herstellungskosten in die Kalkulation eingerechnet. stn

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