Die neue Kindertagesstätte „Kleine Weltentdecker“ im Stadtteil Harthausen wurde feierlich eingeweiht. Träger der Einrichtung ist das BRK. „Mit dieser neuen Einrichtung entsteht nicht nur zusätzlicher Raum für Betreuung, sondern ein Ort, an dem Kinder Geborgenheit, Förderung und Gemeinschaft erleben können“, so Bürgermeister Stephan Schlier. Es sei ein Raum zum Spielen, Lernen, Forschen und Entdecken.
Die Eröffnung setze ein weiteres Zeichen für ein familienfreundliches Bad Aibling, in dem Bildung und Betreuung einen hohen Stellenwert haben. Die Kindertagesstätte sei ein Ort für die ersten Schritte außerhalb des Elternhauses. „Im Wort Kindergarten stecken die Wörter Kinder und Garten. Einen Garten hegt und pflegt man. Ich wünsche mir, dass dies ein Ort wird, wo unsere Kinder aufwachsen, blühen und gedeihen“, erklärte Schlier.
Zukunft gebaut
„Ein solches Projekt entsteht nur durch gute Zusammenarbeit. Ein herzliches Vergelt’s Gott sage ich allen, die sich für dieses Projekt eingesetzt und dafür gesorgt haben, dass wir heute hier Zukunft gebaut haben“, so Schlier weiter.
Landrat Otto Lederer erklärte: „Hier ist ein Ort entstanden, in dem die kleinen Entdecker ihrem Forscherdrang nachkommen können. Die Einrichtung ist auch wichtig, damit Eltern Beruf und Familie vereinbaren können. Im Namen des Landkreises wünsche ich den kleinen Weltentdeckern viele Abenteuer in diesem Haus.“
Der stellvertretende Vorsitzende des BRK-Kreisverbands Rosenheim, Freddy Eisner, lobte die Planung und die Zusammenarbeit aller Beteiligten. „Man spürt in allen Kinder- und Jugendeinrichtungen im Landkreis, dass dort, wo das BRK als Träger auftritt, der integrative Gedanke, die Inklusion, das Sichtbarmachen von ehrenamtlichem Engagement und die Ausrichtung an die Lebenswelten der Familien im Vordergrund stehen.“
Das Konzept basiert auf den vier Elementen Wasser, Erde, Feuer und Luft, die sich in der Farbgebung und Gestaltung der Innenräume widerspiegeln, erklärte Architektin Claudia Petzenhammer. Jedes Geschoss sei einem dieser Elemente gewidmet und soll die Kinder zum Erforschen einladen. Das Erdgeschoss stehe für das Element Wasser. Petzenhammer betonte, dass fließende Formen und kühle Blautöne eine ruhige und inspirierende Atmosphäre schaffen sollen.
Das erste Obergeschoss symbolisiere das Feuer mit kräftigen Rot- und Gelbtönen, die Energie und Kreativität fördern sollen.
Das zweite Obergeschoss symbolisiere die Erde und die Vegetation. Es solle mit natürlichen Farben und viel Grün Stabilität und Geborgenheit vermitteln. Das oberste Geschoss sei der Luft gewidmet. Helle Farben und offene Räume laden zum Träumen, Turnen und Entdecken ein.
Florian Gerthner, zuständig für die Bauüberwachung und Projektsteuerung, stellte fest: „Zwischen der kreativen Planung und der jetzt startenden Nutzung des Gebäudes durch die Kinder steht die technisch-operative Organisation der Bauausführung. Ich blicke auf ein Projekt zurück, bei dem die Arbeit gleichzeitig Spaß gemacht hat. Was man gerne macht, das macht man auch gut.“
Gottes Segen „für die Kinder und für alle, die hier ein- und ausgehen“ erbat der katholische Pfarrer Philipp Kielbassa. Er wies darauf hin, dass der Tag der Einweihung auf den Todes- und Gedenktag des heiligen Johannes Bosco falle. Dieser habe sich besonders um Kinder und Jugendliche gekümmert. Sein Lebens- und Glaubensmotto lautete: „Gutes tun, fröhlich sein und die Spatzen pfeifen lassen.“ bjn