Raubling im Krisenmodus

von Redaktion

Am 3. Juni 2024 erlebte die Gemeinde nach dem verheerenden Augusthochwasser 2020 erneut heftige Überschwemmungen, bei denen mehrere Ortsteile förmlich absoffen. Sogar das Gymnasium war gezwungen, mitten in der Abiturprüfung für einen Tag zu schließen.

Bereits in der Vergangenheit waren zahlreiche Ortsteile massiv vom Hochwasser betroffen. Ein Hochwasserschutzkonzept war 2020 bei der unteren Naturschutzbehörde beantragt worden, jedoch gibt es nach wie vor ungelöste Probleme.

Besonders von den Kirchdorfer Anwohnern wird häufig der zu kleine Durchfluss des Litzldorfer Baches an der Neubeurer Straße als Ursache genannt. Schließlich war es der Entscheidung, mitten in der Nacht die Neubeurer Straße aufzugraben, zu verdanken, dass der Pegel langsam sank.

Ein weiterer Faktor, der immer wieder zur Sprache kommt, ist die Wiedervernässung der Nicklheimer Filze. Um mögliche Hochwasserschäden zu reduzieren, hat die Gemeinde bereits konkret reagiert: An mehreren Stellen wurden Wälle und Wände errichtet, Furten und Abflussstellen für die Bäche geschaffen und leistungsstarke Pumpen angeschafft. Zudem besitzt die Gemeinde eine Hochleistungs-Abfüllanlage, um im Notfall schnell Sandsäcke befüllen zu können.

Bei der Hochwasserschutz Messe im November gab es Vorträge unter anderem des Wasserwirtschaftsamtes und des Ingenieurbüros, das mit dem Schutzkonzept beauftragt ist.

Jeder Einzelne ist
gefordert

Insgesamt wird wohl noch einiges Wasser den Inn hinabfließen bevor etwas passiert – und damit ist jeder Einzelne gefordert, zu überdenken, wie er sich selbst und sein Hab und Gut schützen kann. sön

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