Eines darf man als sicher annehmen: Jede Gemeinde, die sich in der heutigen Zeit mit dem Gedanken tragen würde, ein neues Freibad zu errichten, würde auf allen Seiten auf mehr als handfeste Skepsis stoßen. Umso glücklicher die Gemeinden, die bereits Bäder haben und dies in einem Zustand, der eine vernünftige Nutzung tatsächlich ermöglicht.
In Bad Feilnbach ist das so. Dort hat man sogar zwei und es gelang durch nicht unerhebliche Kraftanstrengungen in den vergangenen Jahren, auch das Freibad in Bad Feilnbach selbst erfolgreich zu sanieren. Einzig das Gebäude, in dem die Umkleiden und der Kiosk untergebracht sind, bedarf jetzt noch einer Überarbeitung.
Womit man bei einem zweiten, ganz entscheidenden Punkt ist: Ohne einen gut geführten Kiosk ist so ein Bad nur die Hälfte Wert. Denn Baden, in der Sonne liegen ohne jede Aussicht auf ein Eis, auf Pommes und etwas Kühles zu trinken – das geht eigentlich gar nicht, da kann man auch zuhause bleiben. In Bad Feilnbach hatte man über mehr als ein Jahrzehnt hinweg das große Glück, in Sophia Schlaghaufer eine hervorragende Kioskwirtin zu haben. Umso größer der Schreck, als klar wurde, dass sie aus familiären Gründen in der kommenden Saison nicht mehr zur Verfügung stehen würde.
Die bange Frage: Würde sich ein Nachfolger finden lassen? Und würde dieser dann auch noch in die Fußstapfen von Sophia Schlaghaufer treten können? Nicht wenige Gemeinden stehen hier vor einem echten Problem.
Zwei Bewerber
im Rennen
Doch auch hier zeigt sich das Feilnbacher Freibad auf Erfolgkurs: Es fanden sich am Ende sogar zwei Bewerber, die wie Bürgermeister Max Singer sagt, beide so hervorragend waren, dass es ein echtes Problem war, sich für einen zu entscheiden. Das Rennen gemacht hat nun Dennis Gärtner und in der Gemeinde hofft man, dass er dem Bad mindestens lang erhalten bleibt wie Sophia Schlaghaufer. jt