So feiern sich Liebende weltweit

von Redaktion

Valentinsrituale von Dänemark über Japan bis Brasilien

Der Valentinstag wird am kommenden Freitag in unzähligen Ländern gefeiert. Und das auf unterschiedlichste Weise. Hier ein kleiner Auszug, wo auf der Welt es ganz besonders nette Rituale für Verliebte gibt.

In Italien treffen sich Liebespaare oft auf Brücken, wo sie sogenannte Liebesschlösser anbringen. Die Partner gravieren ihre Initialen auf das Schloss, werfen die Schlüssel ins Wasser und wünschen sich dabei etwas. Diese Geste symbolisiert ewige Verbundenheit.

In Dänemark beschenken sich Verliebte am Valentinstag mit Schneeglöckchen, Blumenherzen, Gedichten oder Rätseln. Das Besondere daran ist, dass all diese Geschenke anonym verschickt werden. Der Empfänger muss den Absender erraten.

Japan liebt es schokoladig. Am 14. Februar schenken Frauen ihren Ehemännern, Freunden, männlichen Kollegen und Chefs Schokolade. Einen Monat später, am „White Day“, erwidern die Männer die Geste an die Damen – mit weißer Schokolade.

In Großbritannien hat der Valentinstag eine lange Tradition. Seit dem 15. Jahrhundert tauschen Paare an diesem Tag kleine Geschenke oder Gedichte aus. Auf kunstvoll gestalteten und zart verzierten Schmuckkarten wurden im viktorianischen Zeitalter Liebesbriefe verfasst.

Spanien feiert den Tag der Liebe am 23. April als „Dia de St. Jordi“. An diesem Tag schenken Männer ihren Partnerinnen Bücher, während Frauen ihnen eine einzelne rote Rose überreichen. Der Tag erinnert an den heiligen Georg, der einst einen Drachen besiegte.

In Südkorea wird der Valentinstag dreimal im Abstand von einem Monat gefeiert: Am 14. Februar beschenken Frauen die Männer mit Schokolade, am 14. März erwidern die Herren diese Geste gegenüber den Damen, und am 14. April schließlich treffen sich Singles zum „Black Day“. An diesem Tag wird gemeinsam Jajangmyeon gegessen, das sind schwarze Nudeln.

Thailand: Hier wird der Valentinstag super abenteuerlich begangen. Paare nehmen an einer speziellen Zeremonie teil, die das Abseilen und Klettern in großen Höhen beinhaltet. Diese spektakuläre Aktivität soll die Höhen und Tiefen der Liebe symbolisieren. Ein Liebesritual, das sich nur für Schwindelfreie eignet!

Die Finnen feiern weniger einen Tag der Verliebten und eher einen Tag der Freundschaft, ihn nennen sie „Ystävänpäivä“. Anstatt die romantische Liebe zu zelebrieren, schickt man Freunden hier nette Botschaften oder kleine Geschenke, bedankt sich für ihre Zuneigung und Treue.

Taiwan: Die Taiwanesen feiern den Valentinstag zweimal – einmal am 14. Februar und ein zweites Mal am 7. Juli. Kunterbunte und duftende Blumengeschenke stehen dabei im Mittelpunkt, zieren das ganze Haus.

Schottland: Hier gibt es eine besondere Tradition namens „Valentine‘s Blind Date“. Unverheiratete Jugendliche ziehen Namen aus einem Hut, um für diesen Tag ein „Valentinsdate“ zu finden. Wenn‘s dabei funkt, entstehen daraus manchmal sogar Beziehungen.

Chile: Das Land der Poeten feiert den Valentinstag besonders romantisch. Überall werden Geschenke ausgetauscht, die Städte mit tiefroten Herzchen geschmückt.

Wales: Hier zelebriert man die charmante Tradition der „Love Spoons“. Angehende Schwiegersöhne schnitzten filigrane Holzlöffel, um den Brautvater von ihrem handwerklichen Geschick zu überzeugen. Diese kunstvoll hergestellten Holzlöffel werden dann am 25. Januar, dem walisischen Valentinstag, verschenkt. Diese Tradition reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück und ehrt St. Dwynwen, die Schutzpatronin der Liebe.

Brasilien: Der „Dia Dos Namorados“ wird am 12. Juni gefeiert. Es ist weniger ein Tag zu zweit, vielmehr einer mit der ganzen Familie. Nach einem üppigen, gemeinsamen Essen geht man später zusammen auf die Straße, verkleidet und mit Musikinstrumenten bepackt. Vielerorts steigen Umzüge, die an Karneval erinnern.

England: Im 18. Jahrhundert hatten Frauen einen romantischen Brauch: Sie legten fünf mit Rosenwasser besprühte Lorbeerblätter an ihr Kopfkissen und sprachen ein Gebet, in der Hoffnung, ihren zukünftigen Ehemann im Traum zu sehen.

Irland: Irische Pilger besuchen am Valentinstag die Karmelitenkirche in Dublin, wo Reliquien des heiligen Valentin liegen. Dort entzündet man Kerzen oder murmelt ein Gebet, in der Hoffnung, eine romantische Beziehung zu finden.

Julitta Ammerschläger

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