Wohnraum zu schaffen, vor allem für Einheimische, ist eines der Kernprobleme so gut wie aller Gemeinden im Landkreis. Und immer deutlicher wird dabei: Mit einer Fortführung der alten Vorstellung „Wohnraum gleich Eigenheim“ wird es nicht gehen. Was keineswegs heißt, dass dem Wunschtraum vieler Bürger, eigene vier Wände zu haben, die Berechtigung abgesprochen werden soll.
Es geht nur darum, ihn durch andere Möglichkeiten zu ergänzen: Kann nicht auch Wohnen in größeren Wohneinheiten Sinn machen, für junge Alleinstehende etwa. Oder auch für Senioren, die in einer kleineren Wohnung oft unbeschwerter lebten als in einem großen Haus mit Garten, dessen Bewirtschaftung sie überfordert?
Austausch bei
Wohnraum-Konferenz
Klar ist auch: der Wandel, der hier notwendig sein wird, kann nur gelingen, wenn die Betroffenen selbst, also alle Bürger, von Anfang an mit eingebunden werden in die Frage: Wie kann das Wohnen in unserer Gemeinde zukünftig aussehen?
In Bad Feilnbach setzt man deshalb ganz entschieden auf Bürgerbeteiligung. Erst unlängst gab es deshalb eine „Wohnraum-Konferenz“ die großen Anklang fand. Es ging hier nicht nur um den Austausch zwischen Bürgern, Gemeinderat und Gemeindeverwaltung. Sondern nicht zuletzt auch um den Austausch der Bürger untereinander. Die Wohnraumkonferenz und alle etwaigen Nachfolgeveranstaltungen auch als eine Art Schwarzes Brett gedacht. Für den unmittelbaren Austausch zwischen denen, die Wohnraum anbieten können und solchen, die ihn suchen. jt