Bad Endorf entwickelt sich

von Redaktion

Mehrere Bauleitplanungen treiben den Bad Endorfer Gemeinderat derzeit um. Wie Bürgermeister Alois Loferer erläutert, werde das Baurecht im Bebauungsplan rund um den Ströbinger Hof bereits genutzt. Im Sondergebiet für Kur, Gesundheit, Erholung, Tourismus und soziale Zwecke wird das Hotel um 44 Suiten erweitert, Restaurant und Lobby werden neu gestaltet. Später können zwei Ferienappartmenthäuser folgen.

Auch in Kurf wird die touristische Weiterentwicklung ermöglicht. Im Gewerbegebiet Handwerkerpark wird die Nachverdichtung geplant. Auf dem am nördlichen Ortsausgang gelegenen Areal in Form eines Dreiecks rund um Wasserburger- und Kreuzstraße sind unter anderem ein Haus für sozialtherapeutisches Wohnen und Mehrfamilienhäuser angedacht.

Ortsentwicklung mit
Konzept

Die Entwicklung des Ortszentrums steht und fällt mit ISEK, dem integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept, das in den vergangenen Jahren erarbeitet wurde. Im Dialog mit den Bürgern und wichtigen Akteuren wurden hierbei die Richtung der zukünftigen Ortsentwicklung festgelegt und Schwerpunktaufgaben definiert. Das Sanierungsgebiet steht inzwischen fest. Der Marktgemeinderat hat zudem eine Gestaltungssatzung, ein Gestaltungshandbuch sowie das Kommunale Förderprogramm beschlossen.

Dies alles ist Grundlage für die Aufnahme in die Städtebauförderung, in deren Rahmen als Erstes das Haus des Gastes als gemeindliches Vorzeigeobjekt saniert und erweitert wird. Der aktuelle Planungsstand sieht einen großen Mehrzweckraum im Erdgeschoss vor, der für Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt werden soll. Räume für den Gemeinbedarf, zum Beispiel für musikalische Ausbildung, Nachhilfe, Vereinsarbeit sowie Jugendräume kommen ins Ober- beziehungsweise Dachgeschoss. Auf der Rückseite des Gebäudes soll ein begrünter Platz entstehen. Auf einen Begegnungsplatz, auch für die Zukunft des Bauernmarkts, der die Aufenthaltsqualität fördern wird, freut sich der Rathauschef schon jetzt. Auch wenn die Fördermaßnahmen derzeit noch optimiert werden, ab April 2025 sollen die Baumaßnahmen beginnen.

Neues Rathaus auf
der Wunschliste

Am Ende des ISEK-Prozesses steht auch ein neues Rathaus mit Bürgerzentrum in der Ideensammlung. Anstelle des alten Rathauses könnten dann ein Geschäftshaus samt darüber liegenden Wohnungen und eine begrünte Freifläche entlang der Bahnhofstraße ein neues Ortsbild prägen. „Das sind Visionen, die im ISEK-Masterplan entwickelt wurden“, sagt Loferer. Für die Umsetzung derlei weitreichender Pläne brauche es Zeit und Mut – und es müsse finanzierbar sein.

Auch der Verkehr soll dank ISEK gezähmt werden. Um Abhilfe beim Nadelöhr Wasserburger- und Rosenheimer Straße zu schaffen, wird ein Kreisel gebaut. Dafür wurden schon zwei Gebäude abgerissen. Wenn der Kreisel steht, sollen drei Zebrastreifen das Überqueren erleichtern und das Stauphänomen Geschichte sein. Derzeit werden noch letzte Fragen hinsichtlich der Grundstücke und der Kanalinfrastruktur mit den Erkenntnissen des Sturzflutrisikomanagements geklärt. „Da sind wir noch nicht ganz am Ziel, aber wir arbeiten mit voller Kraft daran“, so Bürgermeister Loferer.elk

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