Subaru hat sein Offroad-Zugpferd Forester veredelt. Wir konnten das neue Modell auf einem Übungsgelände in Brandenburg testen. Bei der sechsten Generation setzt man auf Sicherheit, Komfort und Design. Der robuste Charakter des Fahrzeugs bleibt erhalten, dafür sorgen im Frontbereich und am Heck gerade Design-Linien. Das Erscheinungsbild hat gewonnen. Der Förster trägt jetzt Frack, aber die Bergstiefel bleiben an.
Das wird hörbar, wenn man den Startknopf drückt. Der kernige Klang von Boxermotoren ist in der Autowelt rar geworden. Wenn man den Wahlhebel auf Drive stellt, wird auch die Arbeit der drei Ausgleichsgetriebe hörbar. Das ist gerade so wahrnehmbar und demnach weit unter der Lästigkeitsschwelle.
Leise und ruhig
Die Entwickler haben bei der Dämpfung ganze Arbeit geleistet. Da wurde geschweißt und zusätzlich geklebt. Das senkt die Geräusche im Innenraum deutlich ab. Neu konstruierte Motorhalterungen halten Vibrationen vom Lenkrad fern.
Das Testfahrzeug fährt los. Kräftig, es ist ein mächtiger Zugochse. Schneller Galopp ist kaum drin, der Forester ist kein Ampel-Sprinter und nichts für ständige Überholmanöver. Der Motor hat gegenüber dem Vorgänger 14 PS weniger. „Um die Emissionen zu senken“, wie Deutschland-Chef Volker Dannath erklärt. 17 PS kommen über den Mild-Hybrid-Booster dazu. 154 PS sind es nun unterm Strich für die 1705 Kilogramm Leergewicht des Wagens. Wichtiger aber ist der Drehmomentzuwachs auf 248 Nm.
Seine Qualitäten offenbart der Forester dort, wo andere passen müssen. Beharrlich wühlt er sich durch den aufgeweichten Sand oder klettert im Kriechgang über Stock und Stein. Die Getriebe leiten die Kraft dorthin, wo noch Bodenkontakt besteht, nichts gräbt sich fest.
Die Fahrassistenten mit zusätzlichen Sensoren arbeiten auf der Straße am oberen Ende des Klassenniveaus, offroad sogar deutlich darüber. Sogar beim Rückwärtsfahren wirkt das Allradsystem. Zwischen eng stehenden Bäumen ist man dankbar dafür. Rundumsicht per Kamera hilft beim Vermeiden von Blessuren im Blech. Im mittelschweren Gelände des Testparcours kam das Auto nicht in die Nähe seiner Grenzen.
Neue Zielgruppen
Der Subaru Forester ist ein für den Einsatz im Gelände und auch für Reisen durchdachtes Auto. Im neuen Outfit wird er auch für neue Kundengruppen interessant. Nicht überzeugend war das bordeigene Navi, das bei der Spracheingabe schon beim Wort Flughafen kapitulierte. Zum Glück sind Android-Auto und Apple Car Play verfügbar. Damit klappt’s auch mit der Zieleingabe.
Die Preise beginnen in der Basis-Ausstattung Trend bei 40490 Euro. Die Top-Linie Platinum wird ab 49190 Euro angeboten. Martin Prem