In Halfing stehen viele Aufgaben auf der Agenda: Schon seit Längerem plant die Gemeinde – zusammen mit ihren Partnern in der Verwaltungsgemeinschaft, Schonstett und Höslwang – einen gemeinsamen Bauhof. Nach mehreren Gesprächsrunden stieg Höslwang aus. Halfing und Schonstett ziehen weiterhin an einem Strang. Ein Grundstück nahe des Klärwerks ist schon im Besitz der Gemeinde Halfing. In einer Machbarkeitsstudie wurde ein Planmodell entwickelt.
Statt der derzeitigen Lagerfläche des Bauhofs von rund 540 Quadratmetern sollen mit dem geplanten Gebäude etwa 1000 Quadratmeter Lagerfläche zur Verfügung stehen. In dem Neubau sind auch unter anderem Stellplätze, ein Salzsilo, ein Sozialbereich, eine Waschhalle und Werkstätten vorgesehen. Eine Zusatzidee ist, dass in der Kalthalle Vereine Platz für die Lagerung von Utensilien bekommen sollen. Flächennutzungs- und der Bebauungsplan sollen im Parallelverfahren verlaufen. Bürgermeisterin Regina Braun (CSU) hofft, dass die Pläne bald Gestalt annehmen.
Laut nachgedacht wird auch über einen möglichen Standort für eine nachhaltige Energieversorgung. Denkbar wäre beispielsweise eine Nahwärmeversorgung durch ein Blockheizkraftwerk.
Für Bürgermeisterin Braun ist klar: Sobald die Planungen für den Neubau des Bauhofes stehen, wäre eine Konkretisierung des Vorhabens sinnvoll. Dafür braucht es im Vorfeld fachkundige Beratung. Eine Umsetzung könnte zusammen mit der Neugestaltung der Ortsmitte angegangen werden. Auch wenn dies alles die Pro-Kopfverschuldung der Gemeinde deutlich nach oben treiben wird.
Lebendige Ortsmitte
Die Ortsmitte soll neu und lebendiger gestaltet werden. So wurde im Rahmen von ISEK, dem integrierten städtebaulichem Entwicklungskonzept, die Gemeinde 2019 in die Städtebauförderung des Freistaates Bayern aufgenommen.
Die Bayerische Reismühle und das Brunnerhaus sind bei den Umgestaltungsmaßnahmen zentrale Punkte. Die Gemeinde konnte sich vor gut dreieinhalb Jahren das Vorkaufsrecht für das vordere etwa 2000 Quadratmeter große Areal sichern, ein Kaufvertrag wurde geschlossen und ein Kommunalunternehmen gegründet. Bodengutachten und Abrissgutachten wurden eingeholt, auch der Antrag auf einen Abriss ist erledigt.
Das Areal muss überplant werden. In der ISEK-Dokumentation wird angeregt, „durch eine von der Gemeinde veranlasste, großzügige Wohnbebauung das Ortsbild zu verschönern und die Dorfmitte attraktiv zu gestalten.“ Folgende Nutzung im gesamten Komplex ist vorstellbar: bis zu 16 Wohnungen, eine Bankfiliale, ein Café, die Unterbringung der Gemeinde/Pfarrbücherei, ein Bürgersaal mit Nutzung als Vereinsübungsraum und für Theatervorstellungen, kleinteilige Vereinsräume sowie ein Bürgerhilfebüro.
Ende April 2025 ist ein „Reismühlstammtisch“ geplant, bei dem der Vorstand des Kommunalunternehmens die Bevölkerung über die weitere geplante Vorgehensweise informieren wird und eine Diskussions- und Vorschlagsrunde plant.
Inzwischen ist eine Förderzusage für eine Machbarkeitsstudie eingegangen. Über die Hälfte der Kosten in Höhe von 45000 Euro werden gefördert. Auch 15 Studenten der TH Rosenheim werden sich in Halfings Ortsmitte einbringen und konkrete Gestaltungsvorschläge entwerfen.
Schutz vor
Hochwasser
Im Endspurt befindet sich das Hochwasserschutzkonzept. Das mit der Erstellung beauftragte Büro Aquasoli wird demnächst seinen Abschlussbericht vorlegen. Die Ursprungsplanungen wurden im Laufe der vergangenen Jahre ständig erweitert, denn in die Überlegungen mussten das Baugebiet Rosenstraße und das Gewerbegebiet miteinbezogen werden.
Eine gute Nachricht für Gewerbetreibende: Eine Erweiterung des bestehenden Gewerbegebiets „Am Graben“ ist zwischenzeitlich abgeschlossen. Die Erschließungsmaßnahmen werden im Juni beginnen. Insgesamt stehen 18000 Quadratmeter Gewerbefläche zur Verfügung, für die das Vergabeverfahren läuft.elk