Planung in einer Gemeinde ist gut, sagt Bürgermeister Matthias Bernhardt. Richtig gut aber nur dann, wenn sie so flexibel ist, dass schnelle Entscheidungen möglich sind, falls sie nötig werden. Und verweist als Beispiel auf das Bemühen, den Ortskern lebendig und attraktiv zu erhalten – und zwar für Gäste ebenso wie für die einheimischen Bewohner. Natürlich, so sagt der Bürgermeister, gibt es in einer Gemeinde langfristige Vorstellungen darüber, wie der Ort idealerweise gestaltet sein sollte, vor allem hinsichtlich der Einkaufs- aber auch Entspannungsmöglichkeiten.
Wenn aber relativ unvermittelt Läden leer stehen, muss schnell gehandelt werden, betont der Bürgermeister. Wer erst mit der Räumung eines Ladens begänne, sich nach möglichen Nachfolgern umzusehen, riskierte unter Umständen monatelangen Lehrstand. Es gilt also frühzeitig Kontakte aufzubauen und zu bewahren, über die sich im Fall der Fälle relativ schnell ernsthafte Interessenten finden lassen können. „Hier sind wir“, so sagt Matthias Bernhardt, „in der Gemeinde deshalb durchgängig bemüht, wenngleich es schwierig ist, gerade für handwerklich orientierte Betriebe Nachfolger zu finden: Hier fehlt es merklich an Arbeitskräften“.
Allerdings ist es Bürgermeister Bernhard wichtig eines zu betonen: So bedeutsam sie auch sind, für ein lebendiges Dorfleben sind gut genützte Infrastrukturangebote wohl nur die halbe Miete. Lebendig wird ein Dorf vor allem durch ein aktives Gemeinschaftsleben. Überall dort, wo so etwas nicht existiert, verkommt der Ort zur Schlafgemeinde und ist auch für etwaige Gäste nicht mehr als eine Fassade ohne echtes Fundament und Hinterbau.
Umso glücklicher schätzt sich der Bürgermeister, dass Oberaudorf ein überaus reges Vereinsleben hat. Dieses äußere sich im Bereich der Feuerwehren, der Bergwacht, den Sportvereinen, bei Kirchenumzügen und in der Vielzahl von Festen. „Das starke Engagement im Ehrenamt kennzeichnet unsere Dorfgemeinschaft“, sagt Matthias Bernhardt „und ist das Fundament eines funktionierenden Miteinanders“. jt