Dorfladen braucht mehr Einkäufer

von Redaktion

Mit viel Optimismus ist der Dorfladen vor gut vier Jahren gestartet. Zwischenzeitlich hat sich jedoch ein wenig Ernüchterung eingestellt. An sich werde das Angebot angenommen, allerdings reiche der Umsatz nicht, stellt Geschäftsführerin Katharina Gruber-Trenker fest. Seit Jahren müsse die Gemeinde deshalb regelmäßig ein jährliches Defizit im fünfstelligen Bereich ausgleichen. Auf die Dauer werde das aber nicht funktionieren. Im Grunde würde die schwarze Null schon ausreichen, um die örtliche Einkaufsmöglichkeit weiterhin aufrecht erhalten zu können, so die Geschäftsführerin. „Mit einem Wocheneinkauf von 90 Euro pro Haushalt könnten viele Probleme gelöst werden,“ appelliert Gruber-Trenker. „Wir sind ein gutes Team mit viel ehrenamtlicher Unterstützung.“ Leider reiche das wertvolle Engagement nicht aus, um das Ruder herumzureißen. Auch die personellen Engpässe hätten dem Laden zu schaffen gemacht, so die Geschäftsführerin. Sie will die Hoffnung für den Dorfladen noch nicht aufgeben. Bürgermeister Paul Dirnecker geht es ähnlich. „Es ist ein Umdenken der Schonstetter nötig,“ fordert er. „Wir brauchen den Dorfladen auch im Hinblick auf die regionale Wertschöpfung und die Energiewende“. Der Erhalt des Nahversorgers sei mit eine Grundvoraussetzung für eine zukunftsorientierte Dorfentwicklung und dafür, dass Schonstett ein attraktiver Lebensort bleibe, betont der Bürgermeister. ca

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