Die Minimierung von Abhängigkeiten im Energiebereich – das steht weit oben auf der Agenda Amerangs. Gelingen soll das mit einer kommunalen Wärmeplanung, einem Fernwärmenetz, und PV-Anlagen auf allen kommunalen Dächern und Freiflächen PV-Anlagen. Eine besondere Stellung nimmt das Fernwärme-Projekt ein, das die zentrale Wärmeversorgung des Ortsgebiets über das Neubaugebiet Kammer hinaus vorsieht. Die Auswertung der Fragebögen zum Bedarf übernahm die neu gegründete Fernwärme Amerang GmbH (FWA), von der die Gemeinde mehrheitlichen Gesellschaftsanteil von 51 Prozent besitzt.
Als Standort der Heizzentrale ist ein Grundstück nördlich des Bauhofs vorgesehen, das der Gemeinde gehört. Informationen zur Preisgestaltung erhielten Interessierte bereits bei persönlichen Beratungsgesprächen. Über 200 Angebote wurden bisher erstellt.
Wenn im März der Rücklauf der Angebote ausgewertet ist, soll über die nächsten Schritte im Fernwärme-Projekt entschieden werden. „Es freut mich, dass wir den Mut aufbringen, das Zukunftsprojekt „Fernwärme“ und kommunale Wärmeplanung auf den Weg zu bringen“, betont Bürgermeister Linner.
Seit 2022 verfolgt die Gemeinde das Projekt „Bürgersolarpark Amerang“. Als geeigneter Standort wurden Grundstücke bei Asham nördlich von Kammer ermittelt. Der aktuelle Vorentwurf des Bebauungsplans arbeitet mit einer Fläche von circa 27 Hektar. Die geplante Leistung liegt bei rund 25 MWp. Die Einspeisung soll über das Umspannwerk in Obing und die Fernwärme erfolgen.
Die Gemeinde beteiligt sich an der Betriebsgesellschaft PV-Park Asham. Im Haushaltsplan sind dafür 300000 Euro vorgesehen. Darüber hinaus können sich auch Ameranger Bürger an der Gesellschaft beteiligen. Ende März 2025 wird es dazu eine Info-Veranstaltung geben. Der Baubeginn ist für Oktober 2025 geplant.
Ihren Beitrag zum Gelingen der Energiewende leistet die Gemeinde auch dadurch, dass sie ihre gemeindlichen Liegenschaften (Rathaus, Schule, Kindergärten, Feuerwehrhäuser) mit PV-Dachflächenanlagen ausgestattet hat. ca