Es war eine Herzensangelegenheit von Johann Penzkofer. Mit seinen 78 Jahren wollte er noch eine Kapelle bauen und ein Zeichen des Friedens setzen. In Sichtweite seines Hauses spähte er den idealen Platz mit rund 60 Quadratmetern, an einem Baum gelegen aus.
Er nahm mit dem Grundstückeigentümer Andreas Lederwascher Verhandlungen auf. Der konnte ihm den Grund nicht verkaufen, aber er genehmigte ihm, dort eine Kapelle zu bauen.
Johann Penzkofer legte im Frühjahr 2024 los. Zuerst galt es den Platz von Schutt und Gerümpel freizuschaufeln. Er sprach mit Bürgermeister Manfred Reithmeier und Landratsamt. Im Juni hatte Johann Penzkofer die Baugenehmigung für ein Bauen im Außenbereich in der Hand.
Auf seine eigenen Kosten beauftragte er kleine Firmen, die ihm eine Kapelle mit Holzrundlingen errichteten. Die Kapelle ist nicht groß, sie hat die Maße von rund zwei auf 2,5 Meter. Das Dach ziert ein kleines Türmchen. Außerdem hat die Kapelle ein großes Vordach, das mit Kupfer bedeckt ist.
Die Kapelle wurde im August fertig. Rechtzeitig genug, um den Bittgang mit Lichterprozession am 15. August vom Zellerreiter Schloss nach Graben diesmal an der neuen Kapelle vorbei zu führen.
Von Prälat Lipok
feierlich eingeweiht
Am 6. Oktober wurde die Kapelle von Prälat Günther Lipok feierlich eingeweiht. Zur Einweihung waren alle eingeladen. Der Einladungen folgten auch die Marianischen Männerkongregation aus den Nachbargemeinden und die Ortsvereine mit ihren Fahnenabordnungen.
Bei herrlichem Sonnenschein und fast sommerlichen Temperaturen konnte Bauherr Penzkofer bei seiner Kapelle auch den Präses der Marianischen Männerkongregation Georg Greimel aus Altötting und Pater Eusebius Schwald vom Kreuz-Orden, der zurzeit seinen Heimaturlaub in Edling verbringt, mit herzlichen Worten begrüßen.
Penzkofer rief die Anwesenden als Zeugen auf, seine Botschaft des Friedens über viele Generationen hinweg aufrechtzuerhalten. Bei der feierlichen Weihe erhielt die Kapelle den Namen „Maria Frieden“.
Sie soll als Friedenskapelle bekannt sein. Ein Ort der Besinnung in unserer Zeit für alle. Die Krieger- und Soldatenkameradschaft Ramerberg spendete eine dazu passende Bank.
Die Kapelle ist rund um die Uhr geöffnet und, wie Johann Penzkofer feststellen konnte, auch gut besucht. Auch die Bank wird gerne genutzt. Die Gemeinde Ramerberg versprach für das nächste Jahr eine zweite Bank auf der anderen Seite. Johann Penzkofer hat sich seinen Traum erfüllt und Zellerreit ist um eine Attraktion reicher. hri