Die Ramerberger Kitzretter retten nicht nur Kitze, sondern wollen auch die Kinder für die Natur begeistern. So haben sie schon im Frühjahr zusammen mit den Kindern Vogelhäuser gebaut. Jetzt wurde eine Wildblumenwiese angelegt, damit Bienen und Schmetterlinge reichlich Nahrung vorfinden.
Zuerst musste der Boden vorbereitet werden. Für eine Magerwiese muss der Humus 15 bis 20 Zentimeter tief ausgestochen werden. Dann wird die Fläche mit gewaschenem Betonkies aufgefüllt. Das machte den Kleinen großen Spaß, sich im leeren Schubkarren zurückfahren zu lassen, um Nachschub zu holen.
Mit Feuereifer waren die 20 Kinder dabei, mit ihren kleinen Schaufeln den Kies zu verteilen. Dann kam darauf ein gütegesicherter Grünschnittkompost. Wie Wundertüten wirken die verschiedenen Samenpäckchen, die aufgerissen und in einem großen Fass vermischt wurden. Manche Kinder brachten auch ihre eigene Wildblumensamenmischung mit.
Jeder bekam einen kleinen Eimer, um nun auszusäen. Und am Ende wurden die Samen mit einem Netz geschützt. Inzwischen sind die Blumen bereits aufgeblüht und ziehen Schmetterlinge an wie ein Magnet. Es wurden schon viele verschiedene Arten beobachtet. Darunter auch die seltenen Exemplare, wie der Apollo- und der Aurorafalter.
Für das Ferienprogramm planen die Kitzretter eine Wanderung mit einem Jäger durch den Wald. So sollen die Kinder Wissenswertes über den Wald und die Wildtiere lernen. Der Höhepunkt wird eine Live-Vorführung sein, wie Kitze mit der Drohne gesucht werden.
hri