„Generell möchte die Gemeinde, so wie im Gemeindeentwicklungskonzept von 2011 festgelegt, die Wohnbaulandentwicklung aktiv gestalten“, erläutert Bürgermeister Konrad Linner. Vorrangig sei dabei die bauliche Entwicklung an den Hauptorten Amerang, Evenhausen und Kirchensur.
Bei Ortsteilen mit Innenbereichslagen seien Einbeziehungssatzungen denkbar. Das große Ziel sei generell der verantwortungsvolle Umgang mit Flächen. Deshalb würden verstärkt auch Wohnformen mit mehreren Wohneinheiten forciert. Beispiele dafür gebe es in den Baugebieten Evenhausen Ost und aktuell in Kammer, betont der Bürgermeister. Hier wurden sechs Parzellen für zwei Einzel- und vier Doppelhäuser vergeben. Die ersten Häuser waren bereits im September bezugsfertig.
Darüber hinaus wurde das Projekt der Gemeinnützigen Wohnungsbau Genossenschaft Wasserburg (GWG) begonnen. Im Frühjahr werden hier die ersten Mieter erwartet. Aktuell werden die Außenanlagen samt öffentlichem Spielplatz gestaltet. „Alle Wohnungen, auch die Reihenhauseinheiten, werden im Bestand der GWG gehalten und vermietet“, berichtet Linner.
Gegenüber plane die Gemeinde auf der Entwicklerinsel mit dem Wohnhof Kammer ein Senioren-Wohnobjekt mit Miet- und Eigentumswohnungen und einer gewerblichen Tagespflegeeinrichtung. In Kirchensur ist die Baulandentwicklung derzeit noch in der Planungsphase.
Darüber hinaus gibt es in Amerang noch Baulandentwicklungen am Schlossfeld Süd, Am Gumpen (ehemals Augustiner) und im Vodermaier-Garten. Dort soll neben dem Haus für Kinder und Vereine noch eine weitere soziale Einrichtung entstehen. Das Grundstück wurde von der Stiftung Attl durch Untererbbaurecht gesichert. Geplant sind vier Wohngruppen für insgesamt 24 Plätze und eine Förderstätte für drei Gruppen mit 18 Plätzen. Baubeginn soll im Oktober 2025 sein. Darüber hinaus laufen noch Bebauungsplanänderungsverfahren und Einbeziehungssatzungen um mehr Wohnraum zu generieren, da laut Linner nicht nur die Arbeitsplätze, sondern auch die Einwohnerzahlen zugenommen haben und eine Entlastung am Wohnungsmarkt nach wie vor noch nicht in Sicht ist. ca