Klare Ziele für vielfältige Aufgaben

von Redaktion

„Was die Aufgabenvielfalt betrifft, setzen sich leider zwei Trends stetig fort,“ berichtet der Ameranger Rathauschef. Die Anspruchshaltung vieler Bürger steige an und die Verlagerung von Aufgaben nach unten, ohne die Kommunen mit den dafür notwendigen Mitteln auszustatten, sei ein beliebtes Mittel der höheren Politik. Das gelte insbesondere auch für die Unterbringung von Geflüchteten.

Eine angemessene Verteilung werde den Landkreisen nicht leicht gemacht und untergrabe auch den Zusammenhalt der Gemeinden. In Amerang werde es voraussichtlich in diesem Jahr zum Bau einer Container-Wohn-Anlage für 40 bis 50 Personen kommen, sagt Linner.

Letztlich sei die Flüchtlingsthematik auch eine Frage der Solidarität und nur gemeinsam zu meistern.

Doch es gebe noch viele weitere Aufgaben, für die es klare Ziele braucht. Das vergangene Jahr markierten zahlreiche Straßenbaumaßnahmen. An vorderster Stelle ist der Ausbau der Gemeinde-Verbindungsstraße nach Hatthal für rund 450000 Euro sowie die neue Abbiegespur zur Zufahrt Bauhof/Wertstoffhof an der Kreisstraße RO36 (Wasserburger Straße) zu nennen. Der verkehrstechnische Vorteil dieser Baumaßnahme besteht vor allem in der Verkehrsentlastung des Orts. Die Somic-Mitarbeiter können nun direkt von der Kreisstraße aus zum Firmenparkplatz kommen.

Das gewinnt umso mehr Bedeutung, da die Firma in den nächsten Jahren den Bau eines weiteren Betriebsgebäudes mit einem Bedarf von rund 100 neuen Mitarbeitern plant und das Verkehrsaufkommen damit nochmals steigen wird.

Die straßenmäßige Erschließung des Baugebiets Kammer konnte vergangenes Jahr abgeschlossen werden. Für die Fertigstellung der Freiflächen und Grünanlagen im Baugebiet Kammer sind insgesamt etwa 600000 Euro veranschlagt.

Ein weiteres Großprojekt ist die geplante Errichtung des Geh- und Radweges nach Unterratting in kommunaler Sonderbaulast.

Zwar dürfte dafür eine hohe Förderung möglich sein, dennoch wird der gemeindliche Haushalt in den Jahren 2025/2026 bei Gesamtkosten von etwa 1,8 Millionen Euro nach Abzug der Förderung mit mindestens 600000 Euro belastet werden, schätzt die Kämmerei.

„Auf der Agenda stehen der Hochwasserschutz Kirchensur und Amerang, der zweite Teil der Höfe- und Weilererschließung, der Dorftreffpunkt Stephanskirchen und Dorfgemeinschaftshäuser in Evenhausen und Kirchensur“, berichtete Linner.

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