Die Gemeinde ist seit Jahren bemüht, sogenanntes „Bauland für Einheimische“ auszuweisen. Aktuell gibt es keine konkreten Pläne beziehungsweise Grundstücke in Aussichten, sagt Bürgermeister Andreas Fenzl CSU). Die Zeiten „Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit großem Garten“ sind in seinen Augen vorbei. Bestehende Bausubstanz müsse intensiver genutzt werden. „Das Schlagwort lautet sinnvolle und verträgliche Nachverdichtung.“
Gleichwohl hat Rimsting im Bereich Kommunaler Wohnungsbau schon einiges erreicht. Vor knapp sechs Jahren wurde das erste Mehrparteienhaus an der Greimhartinger Straße errichtet, ein zweites Gebäude wurde 2023 fertiggestellt. Insgesamt sind es 18 Wohnungen unterschiedlicher Größe, familienfreundlich, seniorengerecht und barrierefrei, sowie 17 Tiefgaragenstellplätze. Die Kosten für den zweiten Bauabschnitt beliefen sich auf 3,3 Millionen Euro, 1,2 Millionen davon werden gefördert.
Das städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) steht kurz vor dem Abschluss. Es wird nur wenige neue Parzellen für Bauvorhaben geben. Deshalb werden parallel dazu Grundsätze für eine soziale Bodennutzung aufgestellt. Themen wie Einheimischenbaugebiete oder Mietpreisbremse spielen hier eine Rolle. Weitere Gewerbeflächen stehen nicht zur Verfügung, bedauert der Rathauschef. Man wolle vorhandene Fläche entwickeln und erweitern, aber nicht in die Fläche gehen.
1,35 Millionen Euro
für Wasserversorgung
Schon 2022 wurde in Pinswang der Wasserhochbehälter neu gebaut. Die Wasserversorgung, die zwischen der Marktgemeinde Prien und Rimsting 1961 gegründet wurde, versorgt über drei Brunnen die beiden Gemeinden sowie einige Ortsteile außerhalb von Rimsting sowie Teile der Gemeinde Riedering in einem Notverbund. An den 1,35 Millionen Euro Gesamtkosten beteiligten sich Rimsting und Riedering zu jeweils 50 Prozent. Der alte Hochbehälter in Pinswang wurde mittlerweile abgerissen, Kosten: 65000 Euro, die sich die beiden Gemeinden teilten. Der Hochbehälter auf der Ludwigshöhe, der die Gemeinden Rimsting und Prien versorgt, muss saniert werden, eine Maßnahme, die um die Millionen Euro kosten wird, schätzt der Bürgermeister. Gleichzeitig führt die Gemeinde eine Generalsanierung des Wasserhochbehälters Osterhofen durch. Die Sanierung ist mit 965000 Euro netto veranschlagt. Zusätzlich wird ein Stromspeicher für das Wasserwerk Greimharting in Höhe von 18000 Euro installiert.
2025 stehen viele Aufgaben an. Starkregenereignisse haben im Hauptort Nord große Probleme verursacht, insbesondere in der Rosen- und Sommerstraße. Nach Rücksprache mit einem Ingenieurbüro wird das gesamte Einzugsgebiet betrachtet, um Verbesserungsmaßnahmen zu entwickeln.
Der Breitbandausbau in den Außenbereichen der Gemeinde hat erneut einen Rückschlag erlitten, weil keine staatliche Förderung möglich ist. Der Vollausbau in der Ortsmitte, der durch private Anbieter erfolgt ist, hat zu einer „zu guten“ Versorgung geführt, sodass keine ausreichende Punktzahl im Förderprogramm erreicht wurde. Die Schätzungen für den Breitbandausbau in den Außenbereichen belaufen sich auf mindestens acht Millionen Euro. elk