„Blaahaus“ wiedereröffnet

von Redaktion

Kultur und Theater nehmen in der Kiefer seit Jahrhunderten einen breiten Raum ein. So wurde erst vor Kurzem das Heimatmuseum „Blaahaus“ wiedereröffnet. Die Umwandlung vom Heimatmuseum zum Industriemuseum kostete eine halbe Million Euro.

„Das ist unsere Geschichte mit Eisen-, Marmor- und Zementindustrie“, so Bürgermeister Hajo Gruber. Mit der Vielzahl der hier ansässigen Betriebe hat Kiefersfelden eine im bayerischen Alpenraum einzigartige Industriegeschichte vorzuweisen.

Kohle, Eisen, Sensen, Marmor und Zement, die Erzeugnisse aus Kiefersfelden zeigen eindrucksvoll, wie die Region immer wieder auf den Strukturwandel reagiert hat.

Der Museumsbau selbst ist heute noch wichtigster Zeuge dieser industriellen Tradition. Im Jahre 1696 als Wohnhaus für die Mitarbeiter des damaligen Eisenwerks errichtet, steht das „Blaahaus“ mittlerweile unter Denkmalschutz und lädt nun eindrucksvoll ein, dem früheren Alltag der Arbeiter nachzuspüren.

In den ehemaligen Wohnräumen sind aktuell 13 Ausstellungsbereiche untergebracht, die dramaturgisch ansprechend aufgearbeitet wurden. Die einzelnen Räume nehmen sich der Geschichte der Industrien für Kohle, Eisen, Sensen, Marmor und Zement an, ebenso werden soziokulturelle Themen wie das Volkstheater, die Musiktradition und die Vereinslandschaft dargestellt. Auf rund 450 Quadratmetern Ausstellungsfläche können einzigartige Originale wie historische Werkzeuge für die Arbeit an den Schmelzöfen oder Kostüme aus der Zeit der Passionsspiele entdeckt werden.

Damit richtet sich das Industriemuseum „Blaahaus“ altersübergreifend an ganze Familie, Schulen oder Vereine. Die Ausstellung ist barrierefrei gestaltet und für fremdsprachige Gäste werden die Ausstellungstexte auch in englischer Sprache angeboten. hko

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