Mini-Stromer für die Stadt

von Redaktion

Erste Fahreindrücke von dem pfiffig gestylten Hyundai Inster

Mit dem Namen Casper hatte der Kleinwagen in seiner südkoreanischen Heimat auf Anhieb Erfolg. Den will der Mini-Stromer des Elektroantrieb-erfahrenen Hyundai-Konzerns jetzt auch in Europa wiederholen, diesmal als Inster. Dafür sprechen nicht nur sein pfiffiges Äußeres und seine erstaunliche Geräumigkeit, sondern auch der Kampfpreis: Ab 23900 Euro ist der kleine Koreaner jetzt in Deutschland zu haben.

Auf 3,83 Metern Länge, 1,61 Metern Breite und 1,58 Metern Höhe hat der Mini in markanter SUV-Optik allerhand zu bieten. Auffällig sind seine breiten Plastikplanken und die Dachreling, während das Heck die Front zu spiegeln scheint. Aus treuherzigen Äugelchen blickt der Inster einen an, LED-Tagfahrlichter und Rückleuchten in Pixelgrafik sind bei Hyundai bekannte Designelemente.

Der laut Hersteller längste Radstand (2,58 Meter) in diesem Segment sowie die Batterie im Unterboden schaffen innen Platz. Die um 16 Zentimeter individuell verschiebbaren Rücksitze sorgen für variable Nutzungsmöglichkeiten. Der Kofferraum fasst 351 Liter, bei aufgestellten Sitzen maximal 1059 Liter. Auch die beiden Vordersitze lassen sich nach vorn klappen – und bieten eine ordentliche Liegefläche für eine Ruhepause.

Originell sind die Plastiktabletts mit Magnetrasten an den Rückenlehnen. Weil es keinen Mitteltunnel gibt, kann man in engen Park­lücken mit einer gewissen Gelenkigkeit sogar auf der Gegenseite aussteigen.

Zwei Antriebe stehen zur Wahl: Die Einstiegsversion leistet 97 PS und bezieht Energie aus einer 42-kWh-Batterie, die bei maximal 140 km/h für 327 Kilometer reichen soll. Für stärkeren Vortrieb sorgt der Elektromotor in der 115-PS-Variante, die eine Spitze von 150 km/h ermöglicht. Der 49-kWh-Akku liefert Energie für 370 Kilometer. Beim kurzen Aufgalopp wurde ein Verbrauch von 17,8 kWh/100 Kilometer angezeigt.

Auf erhöhter Sitzposition hat man den Überblick. Das 10,3 Zoll große digitale Display hinterm Lenkrad und das Multimedia-Touchscreen sind Serie des in den Ausstattungsstufen Select, Trend, Inster Cross und Prime antretenden Inster. Ebenso wie das Navi-System und Klimaautomatik. Auf erstaunlich hohem Niveau sind die elektronischen Fahr-Assistenzen und Sicherheitskomponenten. In Sachen Beschleunigung und Wendigkeit ist der Inster prädestiniert für den Stadtverkehr. Bodenwellen und Asphaltaufbrüche schluckt er, aber auch auf Landstraßen und Autobahnen mischt er gut mit – ohne auffällige Windgeräusche.

Ein Manko ist die geringe Ladegeschwindigkeit von 85 kW. Doch in der halben Stunde, bis der Akku endlich von zehn auf 80 Prozent geladen ist, lässt es sich auf der internen Liegewiese auch herrlich relaxen. Klaus Ackermann

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