Das Kombi-Comeback

von Redaktion

So windschnittig wie nie: Audi zeigt erstmals den neuen A6 Avant

Zahlen lügen nicht: Bei den Verkäufen des Audi A6 entfallen rund 80 Prozent auf die Kombi-Version Avant. Kein Wunder, dass die Ingolstädter dem Lastentransporter ihrer Business-Limousine eine eigene Präsentation gönnten und zur näheren Betrachtung inklusive Sitzprobe einluden.

Auffallend ist die deutlich gestrecktere, nun auf 4,99 Meter Länge gewachsene Karosserie mit dem bislang flachsten Avant-Heck. Langer Radstand und lange Motorhaube sorgen optisch für sportlichere Proportionen. Positiver Nebeneffekt: Mit einem cW-Wert von 0,25 erreicht das neue Modell den besten Wert eines Audi Avant mit Verbrennungsmotor.

Bei der Entwicklung des Kombis wurde vor allem Wert auf Langstreckenkomfort gelegt. So verfügt der A6 Avant beispielsweise über eine aktive Luftfederung. Im Fahrmodus Comfort liegt der Kombi 20 Millimeter höher, im Dynamic-Modus dagegen um zehn Millimeter tiefer. Für den Alltagskomfort ist in Verbindung mit dem Quattro-Antrieb eine Hinterradlenkung erhältlich. Diese verkleinert den Wendekreis um rund einen Meter und kann bis 60 km/h auch gegenläufig lenken.

Als Antrieb stehen zum Start zwei Benzinmotoren und ein Diesel zur Wahl. Der Selbstzünder wird das Kürzel 2.0 TDI tragen und eine Leistung von 204 PS aufweisen. Genauso stark ist der kleinere der beiden Benzinmotoren, der 2.0 TFSI, während das vorläufige Topmodell, der 3.0 TFSI mit einer Leistung von 367 PS an den Start geht. Die Mild-Hybrid-Technologie MHEV plus (48-Volt-Batterie, zusätzliches Antriebsmoment von bis zu 230 Nm und bis zu 24 PS) wird vorerst im Diesel und im großen Benziner angeboten.

Hinterm Lenkrad hat man unter dem einteiligen Glasdach das Panoramadisplay gut im Blick, während sich die Person auf dem Beifahrersitz an einem eigenen Display erfreuen kann. Während das Lenkrad eher spartanisch belegt ist (Sprachsteuerung, Radiobedienung und Cockpiteinstellung), zählten wir in der Türinnenseite 18 Funktionen.

Marktstart für den A6 Avant soll im Mai sein. Die Preise beginnen bei 58000 Euro für den Einstiegs-Benziner, Der 2.0 TDI kostet ab 61700 Euro. Es ist naheliegend, dass noch weitere Motorisierungen und Karosserieversionen präsentiert werden.

Dass Audi den Neuen mit A6 Avant bezeichnet, bedeutet auch die Abkehr von der erst im Sommer eingeführten neuen Nomenklatur. Elektromodelle sollten demnach mit geraden, Verbrennermodelle mit ungeraden Ziffern unterschieden werden. Offenbar war dies von den Kunden der zuletzt nicht gerade erfolgsverwöhnten Marke nicht so gut aufgenommen worden. Die in der Zwischenzeit eingeführten Modelle A5 und A6 e-Tron behalten allerdings ihre Namen. Volker Pfau

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