Audi hat den Q5 optimiert: Die Ingolstädter schicken dieser Tage die dritte Generation als SUV und als Sportback an den Start – mit flotterem Design, innovativer Technik und drei sparsameren Verbrennungsmotoren. Ein erster Fahrtest.
Optisch wurde der 4,72 Meter lange Q5 entschärft: Die einst scharfen Kanten wichen eleganten, rundlichen Linien. Markant sind der wuchtige Kühlergrill, die seitlichen großen Lufteinlässe sowie die neuen schlitzförmigen Scheinwerfer. Das Heck zieren flache OLEG-Leuchten, die über eine Lichtleiste miteinander verbunden sind.
Innovativ und wertig ist auch der Innenraum: Hinter dem Lenkrad erstreckt sich ein doppeltes Panoramadisplay übers gesamte Armaturenbrett. Optional gibt’s ein eigenes Beifahrerdisplay. Das abgeflachte Sportlenkrad ist nur mit wenigen Funktionen belegt (Radio, Sprachsteuerung und Cockpiteinstellung), dagegen ist in der Fahrertüre eine gewöhnungsbedürfte große Tastenleiste mit 14 Funktionen eingelassen.
Der Sitzkomfort ist vorn wie hinten äußerst komfortabel. Platz gibt es auch im Sportback trotz nach hinten abfallender Dachlinie für größere Zeitgenossen auf der Rückbank reichlich. Das Kofferraumvolumen beträgt zwischen 520 und 1473 Liter. Anhängerlast sind 1,2 Tonnen, direkt auf die Anhängerkupplung können maximal 100 Kilo geladen werden.
Als Antriebe stehen zum Start zwei Benziner und ein Diesel zur Wahl: Der Zweiliter-TFSI und der gleich große TDI haben 204 PS (Verbrauch 5,9 bis 6,6 Liter) und 340 bzw. 400 Nm. Vorläufiges Topmodell ist der Sechs-Zylinder-TSFI SQ5 mit 367 PS (Spitze: abgeriegelte 250 km/h, Verbrauch 8,1 bis 8,8 Liter). Unterstützt werden die Verbrennungsmotoren von einem neuen 48-Volt-Mildhybridsystem. Der Strom kommt aus einer 1,7-kWh-Batterie, die durch Rekuperation aufgeladen wird. Das Aggregat unterstützt die Verbrenner mit bis zu 230 Nm und 24 PS.
Bei unseren Ausfahrten in dem 2,0-l-TSFI mit Frontantrieb und Sieben-Gang Doppelkupplungsgetriebe schätzten wir die Hybridunterstützung vor allem beim Start, im Stadtverkehr sowie beim Rangieren, wo man mit dem 1,9-Tonner kurzzeitig immer wieder mal nur rein elektrisch unterwegs ist. Die serienmäßige Progressiv-Lenkung ist auch auf kurvigen Bergstrecken präzise, dazu absorbiert das optionale adaptive Luftfahrwerk selbst auf holprigen Schotterpisten eindrucksvoll jegliche Unebenheiten. Allradantrieb ist beim Diesel und beim SQ5 serienmäßig, beim kleinen Benziner optional.
Die neuen Q5-Modelle starten bei 52350 Euro für das SUV TFSI, 57100 Euro für den TDI und 82900 Euro für den SQ5. Aufpreis für den Sportback jeweils 2500 Euro. Im Herbst folgen zwei Plug-in-Hybride, die über 80 Kilometer rein elektrisch fahren. Uwe Fajga