Milben

von Redaktion

Wer von sich behauptet, er habe keine Haustiere, sagt mindestens in einem Punkt die Unwahrheit. Denn die liebe Hausstaubmilbe ist tatsächlich wohl in jeder Behausung der westlichen Welt zu finden. Da hilft alles Putzen und Staubsaugen nichts – sobald es warm und feucht wird, ziehen die winzigen Wohngefährten ein, bevorzugt in Teppichen, Sitzmöbeln und Matratzen. Ihnen mit Hygienemaßnahmen die Nahrungsgrundlage zu entziehen, wird auch nicht klappen: Milben ernähren sich von abgestorbenen Hautschuppen, die Menschen ständig abgeben. Die Milbe, so klein sie auch ist, kann dabei tatsächlich als „Haustier“ bezeichnet werden – denn es sind winzige Spinnentiere mit einer Größe von nur etwa 0,1 bis 0,5 Millimeter.

Die possierlichen Tiere sind dabei für den Menschen ungefährlich. Gefährlicher sind ihre Ausscheidungen, die der Mensch vor allem nachts im Bett einatmet und die in manchen Fällen zu einer Hausstauballergie führen können. Die Symptome dieser reichen von verstopfter Nase über gelegentliches Husten bis hin einem allergischen Asthma, das sich mit der Zeit entwickeln kann.

Um Missverständnisse zu vermeiden: Natürlich kann die Zahl der Milben durch entsprechende Staubreduktion im Haushalt verringert werden – und dadurch sinkt auch das Risiko für die Entwicklung einer Allergie. Ein weiterer Tipp zum Schutz: Milben sterben in der Waschmaschine ab 60 Grad Celsius in der Regel ab. Regelmäßiges Waschen von Bettdecke und Bettbezügen ist deshalb gerade wegen dieser ungewünschten Hausbewohner zu empfehlen. Ck

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