Sympathischer Raum-Riese

von Redaktion

Alltagserfahrungen mit dem Oberklassen-SUV Kia Sorento

Kia boomt. Die Koreaner ködern in allen Bereichen mit Qualität, üppiger Serienausstattung und siebenjähriger Garantie. Im umfangreichen Modellangebot aus zwei Antriebswelten macht der jüngst deutlich aufgewertete Sorento im Verbrennerbereich auf sich aufmerksam. Als Premium-SUV nimmt er arrivierte bayerische und schwäbische Konkurrenten ins Visier. Ob der von uns gefahrene Diesel die empfehlenswerte Variante ist, klärt der Alltagstest.

Lob: Im Verbund mit achtstufiger Getriebeautomatik entwickelt der 194 PS starke 2,2-Liter-Vierzylinder-Turbo mit üppigen 440 Nm maximalem Drehmoment ein sympathisches Antriebsverhalten. Er liefert unaufgeregt Leistung und bleibt für einen Diesel überraschend kleinlaut. Wippen am Lenkrad und verschiedene Fahrmodi ermöglichen den individuellen Eingriff ins Schalten oder die Anpassung an den Straßenzustand, was mehr Freude am Fahren ermöglicht. Aus erhöhter Fahrposition navigiert man sicher durch Stadt und über Land immer auch wissend, mit dem Allradantrieb gegen Wetterkapriolen gewappnet zu sein. Gleichzeitig chauffiert der Sorento bequem und entspannt auf langen Strecken. Für ausgedehnte Familienreisen bietet der auf 4,81 Meter gestreckte Koreaner sowohl im Passagier- wie auch im variablen Gepäckraum üppig Platz. In die fünfsitzige Version passen 902 bis 2100 Liter Gepäck. Verschiebbare Rücksitzbank plus neigungsverstellbare Lehnen und zusätzliche Ablagen unter dem Ladeboden für Kleinigkeiten sind weitere Annehmlichkeiten. Großes Kino vorne. Nämlich über den großen Monitor inklusive Multimedia-Touchscreen. Er prägt zusammen mit hochwertiger Innenarchitektur den luftigen Aufenthaltsraum. Man merkt dem Sorento auch an, wie er sich um einfache Bedienung bemüht. Beispiel Drehregler.

Kritik: Wenn überhaupt, dann bezieht sie sich auf die gewöhnungsbedürftige Außendarstellung des neuen Modells, das sich optisch, hier allerdings abgespeckt, an den Monster-Stromer EV9 anlehnt. Über Geschmack lässt sich auch in diesem Fall streiten.

Kosten: Vernünftige Fahrweise zahlt sich aus, was sich mit dem Testverbrauch von unter sieben Litern auf 100 Kilometern während winterlicher Bedingungen bestätigte. Auch der Preis des Allrad-Sorento reizt: Für 64190 Euro in der Platinum-Version bekommt man ein mit kompletter elektronischer Assistenz ausgestattetes Premium-SUV. Nur für das Panorama-Glasdach zahlt man einen knappen Tausender extra.

Fazit: Mit dem deutlich überarbeiteten Sorento hat Kia ein in jeder Beziehung beachtliches Oberklasse-SUV im Programm. Qualität, Ausstattung, Garantie und Preis werden mit lachenden Smileys dekoriert. Manfred Gleißner

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