Die Computertomografie macht das Innere des Tieres und damit veränderte Körperstrukturen sehr detailliert sichtbar. „Sie stellt damit einen bedeutenden Fortschritt für die moderne Tiermedizin dar und trägt zu einer optimalen Gesundheitsversorgung von Kleintieren in der Region bei“, betont Dr. Khalil Abaya.
Neben der orthopädischen und der minimalinvasiven Chirurgie ist die Bandscheibenchirurgie ein Spezialgebiet des TGZ. „Bandscheiben sind die stoßdämpfenden Strukturen zwischen den Wirbeln der Wirbelsäule, und sie können bei Tieren, insbesondere bei bestimmten Rassen, degenerieren oder verletzt werden. Dies kann zu Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und in schweren Fällen zu Lähmungen führen,“ erklärt Dr. Khalil Abaya.
Häufige Erkrankungen
Die häufigste Erkrankung, die eine Bandscheibenoperation bei Kleintieren erforderlich macht, ist die intervertebrale Bandscheibenerkrankung (IVDD). Diese tritt auf, wenn die Bandscheibe zwischen den Wirbeln sich vorwölbt oder reißt, was Druck auf das Rückenmark ausüben kann. „Symptome können von leichten Schmerzen und Steifheit bis hin zu schweren neurologischen Ausfällen reichen“, beschreibt Dr. Khalil Abaya.
Die chirurgischen Optionen variieren je nach Schweregrad der Erkrankung und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Tieres. „Zu den häufigsten Verfahren gehören die Diskektomie, bei der der beschädigte Teil der Bandscheibe entfernt wird, und die Stabilisierung der Wirbelsäule, um die normale Funktion wiederherzustellen“, so Abaya. Die postoperative Pflege ist entscheidend für den Heilungsprozess. Tierbesitzer müssen oft spezielle Anweisungen befolgen, um sicherzustellen, dass ihr Haustier sich richtig erholt. Dies kann Ruhe, Physiotherapie und gegebenenfalls Schmerzmanagement umfassen.
Schmerzfrei und aktiv
Insgesamt kann die Bandscheibenchirurgie in der Kleintiermedizin eine lebensverändernde Maßnahme für betroffene Tiere sein, die ihnen hilft, wieder ein schmerzfreies und aktives Leben zu führen. „Es ist wichtig, frühzeitig zu handeln und bei ersten Anzeichen von Beschwerden einen Tierarzt aufzusuchen, um das Risiko für Spätfolgen zu senken und die besten Behandlungsmöglichkeiten zu besprechen“, so Dr. Khalil Abaya.