Radrennen und Wärmewende

von Redaktion

Ob Windkraftanlagen mit Bürgerbeteiligung oder Spielplatz: Die Bürger reden mit

Schönberg – Auch bei der diesjährigen Auflage des beliebten Radkriteriums herrschte beste Stimmung entlang des 700-Meter-Rundkurses durch die Ortsmitte. Das Organisationsteam um den Elsaßbäcker Toni Jung, Thomas Kleindienst und Dominik Dietrich hatte wieder ein „Rennen vom Feinsten“ nach Schönberg gezaubert und Bürgermeister Alfred Lantenhammer zeigte sich als eingebundener Schirmherr mehr als zufrieden. Am Start war das stärkste Starterfeld in der Eliteklasse seit vier Jahren: „Sehr viele Kinder beteiligen sich an dem Radrennen – schon allein deshalb ist es für uns wertvoll, dieses Event zu unterstützen. Hier trifft sich die Radsportelite und für unsere Kinder werden die Idole zum Greifen nah.“

Platz für zwei Windkraftanlagen

In Schönberg ist der Bau von zwei Windrädern möglich. Die Gemeinde steht kurz davor, die „Bürgerwindkraft Schönberg GmbH & Co. KG“ zu gründen. Federführend gemeinsam mit dem Projektpartner „Wind 18“ soll das Vorhaben umgesetzt werden. Kommt es zum Bau, können sich sowohl die Bürger als auch die Gemeinde jeweils mit einem Drittel beteiligen. Damit wären dann zwei Drittel der Anlage in Schönberger Hand.

Wärmeversorgung

64 Prozent der Schönberger sind an das Fernwärmenetz der Gemeinde angeschlossen. Ursprünglich plante die Gemeinde ein Hackschnitzelheizwerk in Eschenbach, doch in der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde entschieden, den Bau vorerst zurückzustellen. Die Wärmeversorgung ist derzeit durch die Abwärme der Biogasanlage Senftl und den Wärmeverbund mit der Firma Schnablinger ausreichend gesichert.

Derzeit prüft man Alternativen, beispielsweise die Nutzung von Überschussstrom aus Photovoltaik- und Windkraftanlagen sowie den Bau eines Wärmespeichers. „Die Planung des Heizkraftwerkes wird voraussichtlich bei der nächsten Ausbaustufe in drei bis vier Jahren wieder interessant, wenn neue Baugebiete erschlossen werden“, so Alfred Lantenhammer. Der Zuschussbescheid soll bis Ende 2031 verlängert werden.

Die Gebührenkalkulation ergab für 2024 einen Überschuss, auch für 2025 wird mit einem geringeren Überschuss gerechnet.

Neubau Feuerwehr- und Schützenhaus

Die Gemeinde Schönberg plant, dass die Feuerwehr Aspertsham und die Johannesschützen unter einem Dach untergebracht werden. Die Baukosten für das Projekt sind auf etwa 1,25 Millionen Euro begrenzt, wobei erhebliche Eigenleistungen der Mitglieder von Feuerwehr und Schützen und auch Spenden erwartet und auch bereits geleistet wurden. So etwa beim Dachstuhl. Der Neubau ist ein gemeinsames Projekt der Freiwilligen Feuerwehr und der Johannesschützen Aspertsham. Die Gemeinde Schönberg hat das Projekt im Finanzplan für die kommenden Jahre berücksichtigt.

Spielplatz wird eingeweiht

Am 24. August ist es endlich soweit: Der Spielplatz im Baugebiet „Am Bondlfeld wird eingeweiht. Im November 2024 beschloss der Gemeinderat, auf der Gemeinbedarfsfläche am Bondlfeld einen Spielplatz zu errichten. Eine Elterninitiative organisiert die Finanzierung und Auswahl der Spielgeräte, wofür bereits Spenden gesammelt wurden. Gewünscht waren unter anderem eine Seilrutsche, ein Karussell und eine Rutsche. Die Gemeinde Schönberg übernimmt den Kauf der Spielgeräte und die Trägerschaft, während die Elterninitiative gemeinsam mit der Gemeinde die Planung übernimmt und über die Auswahl der Geräte entscheidet.

„Es freut mich ungemein, dass Eltern die Initiative ergriffen und sich zusammen getan haben, um das Grundstück zu gestalten“, betont Bürgermeister Lantenhammer. Dass die Bürger mitgestalten können, sei vor rund 20 Jahren, beim Kauf des Geländes, auch so angedacht gewesen.

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