„Ein Leben ohne Feste ist wie eine lange Wanderung ohne Einkehr“ – dieser weise Spruch stammt von dem griechischen Philosophen Demokrit. Mit rund zweieinhalbtausend Jahren mag er alt sein, verstaubt ist er aber auf keinen Fall.
Deutschland ist weltweit gesehen das Volksfestland Nummer eins. Nirgends wird so viel gefeiert. Und wenn ich bei dem weisen Spruch von Demokrit bleibe, dürfen wir uns auf eine kleine Auszeit vom Alltag freuen, indem wir beim größten Volksfest in der Region, dem Rosenheimer Herbstfest, einkehren.
Wenn Sie an die Wiesn denken, da bin ich mir sicher, haben Sie Bilder vor Augen, Klänge im Ohr und Düfte in der Nase. Dazu gehören die Stimmungsmusik in den Zelten, das Gekreische in der Geisterbahn, die anfeuernden Kinder im Kasperltheater, das lautstarke Publikum in den rasanten Fahrgeschäften, die wohlriechenden gebrannten Mandeln, der Duft von Backfisch und gegrillten Hendln oder der erste Schluck einer frisch gezapften Mass.
Am zweiten Wiesn-Sonntag wird Erntedank gefeiert. Dazu lade ich Sie gerne ein. Die Landwirtschaft besitzt bei uns noch einen besonderen Stellenwert, weil sie hochwertige und gesunde Lebensmittel vor Ort produziert. Lassen Sie uns gemeinsam Danke sagen und mit unseren Bäuerinnen und Bauern Gottesdienst im Mangfallpark Süd feiern.
Bei Reinhold Frey, dem Vorsitzenden des Wirtschaftlichen Verbands, bei seinem Team und allen weiteren Mitstreitern bedanke ich mich ganz herzlich für die Vorbereitung des Herbstfestes. Den Schaustellern, Brauereien und Wirten wünsche ich zwei wirtschaftlich erfolgreiche Wochen und uns allen eine unbeschwerte, heitere und friedliche Wiesn.
Otto Lederer
Landrat