Sparurlaub leicht gemacht

von Redaktion

Wenn selbst Frühbucherrabatte und Last-Minute-Deals außerhalb des Budgets liegen, muss man kreativ werden. Gerade bei der Unterkunft können Reisende sparen. Sechs Tipps für den nächsten Trip.

Fotos IMAGO/Zoonar.com/Reinhard Pantke, Cavan Images/Krista TayloR, Addictive Stock/Raquel Arocena

1. Radreise durch Deutschland

Bei einer mehrtägigen Fahrradtour durch Deutschland kann man viel erleben und richtig abschalten. Fast überall können Radreisende unterwegs kostenlos übernachten. Das Übernachtungsverzeichnis ADFC-Dachgeber listet rund 3600 private Gastgeber von Flensburg bis Lindau am Bodensee. Einzige Voraussetzung: Man muss selbst dazu bereit sein, anderen Radreisenden auf Tour eine kostenfreie Unterkunft für eine Nacht zu gewähren. Das Verzeichnis, das es auch für die Schweiz und Frankreich gibt, ist Mitgliedern vorbehalten. Die Mitgliedsgebühr beträgt 15 Euro pro Jahr. Infos unter: www.dachgeber.info

2. Wandern in Großbritannien

Etwa 100 Hütten, sogenannte Bothies, stehen Wanderern in den schottischen Highlands, in ­Wales und Nordengland offen – ohne Voranmeldung und kostenlos. Die ehemaligen Unterkünfte von Farmarbeitern bieten nur das Nötigste: Schutz vor Wind und Wetter, einen Schlafplatz auf dem Boden, eine Feuerstelle und Wasser aus einer Quelle oder einem nahe gelegenen Fluss. Dafür wacht man inmitten beeindruckender Natur auf. Einen Überblick über die Standorte bietet die Mountain Bothies Association. Ähnliche Hütten gibt es übrigens auch in Finnland, Autiotupa genannt, und in Schweden. Infos unter: www.mountainbothies.org.uk, vindskyddskartan.se/en, www.visitfinland.com/de

3. Arbeiten für Kost und Logis

In fremde Kulturen eintauchen und Kontakte knüpfen: Das verspricht die Plattform Workaway allen Urlaubern, die bereit sind, in den Ferien mitanzupacken und 59 Euro für eine Jahresmitgliedschaft auszugeben. Ob Kinderbetreuung, Tierpflege oder Farmarbeit: In der Regel helfen die Gäste vor Ort einige Stunden pro Tag im Austausch für Unterkunft und Verpflegung. Entsprechende Gastgeber gibt es auf der ganzen Welt. Die nicht kommerzielle Plattform Wwoof will sich zwar nicht als Urlaubsvermittler verstanden wissen, funktioniert aber nach demselben Prinzip und konzentriert sich dabei auf ökologische Landwirtschaft. Mitgliedschaften kosten je nach Zielland ab 15 Euro pro Jahr. Infos unter: www.workaway.info/de, wwoof.net

4. Ferien auf
dem Bauernhof

Campingplätze können schnell teuer werden. Kostenlos steht man mit Reisemobil, Campervan, Wohnwagen oder Dachzelt dagegen bei über 2100 landwirtschaftlichen Produzenten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die der digitale Reiseführer „Landvergnügen“ aufführt. Mit der Jahresmitgliedschaft für rund 70 Euro dürfen Camper jeweils 24 Stunden kostenfrei auf dem Hof ihres Gastgebers stehen. Als kleines Dankeschön wird ein Einkauf im Hofladen erwartet. Infos unter: ­landvergnuegen.com

5. Wildcampen
in Skandinavien

In den meisten skandinavischen Ländern gilt das Jedermannsrecht: das grundlegende Recht zur Nutzung der Wildnis. So ist das Wildcampen in der freien Natur in Norwegen, Schweden und Finnland grundsätzlich erlaubt, solange man nicht länger als eine oder zwei Nächte bleibt und sich von Häusern, bewirtschafteten Feldern und Schutzgebieten fernhält. Aber auch in Ländern wie Schottland, Dänemark sowie im Baltikum dürfen Reisende unter bestimmten Einschränkungen kostenlos ihr Zelt aufschlagen.

6. Zu Gast bei
neuen Freunden

Wer bei Couchsurfer angemeldet ist, zahlt 14 US-Dollar pro Jahr und kann Übernachtungsanfragen verschicken, ohne selbst die eigene Wohnung anbieten zu müssen. Es gibt vergleichbare Anbieter wie den Hospitality Club oder BeWelcome, die kostenfrei sind.

Infos unter: www.couchsurfing.com, hospitalityclub.org, bewelcome.org Mona Contzen/srt

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