Später Einstieg in die Ausbildung

von Redaktion

Corona-Pandemie und Visaverfahren verschieben Ausbildungsbeginn

Auch wenn das Ausbildungsjahr offiziell im August oder September startet – ganz vorbei ist der Einstieg in die duale Ausbildung danach nicht. In Absprache mit dem Betrieb können Azubis ihre Lehre auch später beginnen. Warum das immer häufiger vorkommt, welche Rolle internationale Bewerbende dabei spielen und wie es um Abbrüche in der Ausbildung steht, erklärt die IHK im Gespräch.

Gibt es die Option, nach dem Ausbildungsstart noch Stellen zu besetzen?

Der Einstieg in eine duale Berufsausbildung ist in Absprache zwischen Azubi und Ausbildungsbetrieb jederzeit möglich, auch wenn das Ausbildungsjahr offiziell zum 1. September oder auch schon zum 1. August begonnen hat. Zu beachten ist jedoch, dass Auszubildende verpflichtet sind, bei einem späteren Start die in der Berufsschule bereits vermittelten Inhalte eigenständig zu erarbeiten oder geforderte Leistungsnachweise nachträglich zu erbringen.

Passiert das oft?

Seit der Corona-Pandemie erfolgt der Start in eine Ausbildung zunehmend öfter nach dem 1. September eines Jahres. Verstärkt wird diese Entwicklung noch dadurch, dass Ausbildungsbetriebe inzwischen auch häufiger Azubis in Drittstaaten anwerben. Diese Auszubildenden beginnen aufgrund der unterschiedlich langen Dauer von Visagenehmigungsverfahren ihre Ausbildung meistens verzögert.

Wie sieht es mit der Abbrecherquote aus? Sind hier bestimmte Branchen besonders betroffen?

Wie häufig eine Ausbildung gewechselt oder abgebrochen wird, wie oft also der Azubi seine duale Ausbildung komplett aufgibt, dazu nimmt die IHK keine statistischen Erhebungen vor. Erfahrungsgemäß handelt es sich bei solchen Fällen um sehr individuelle Entscheidungen. Diese sind häufig mit einem Wechsel des Ausbildungsbetriebs oder auch des Ausbildungsberufs verbunden, sodass sich der Azubi nicht per se gegen die duale Berufsausbildung als Karrieresprungbrett entscheidet.

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