Ein Vorstellungsgespräch ist für viele eine Ausnahmesituation: Man weiß, dass viel davon abhängt, und möchte einen möglichst guten Eindruck hinterlassen. Genau deshalb lohnt es sich, die eigenen Gesten, Worte und das Auftreten bewusst vorzubereiten. Schon kleine Details können darüber entscheiden, ob man souverän und sympathisch wirkt – oder unsicher und zurückhaltend. Ist man gut und pünktlich angekommen, sollte man überprüfen, ob das Handy ausgeschaltet oder zumindest auf lautlos gestellt ist. Zur Begrüßung gibt man die Hand: kurz, fest und mit Blickkontakt. Das wirkt sympathisch und zeigt Selbstbewusstsein. Wichtig: Alle Anwesenden werden begrüßt.
Oft beginnt das Gespräch mit ein paar lockeren Fragen wie „Hatten Sie eine gute Fahrt/Anreise?“ oder „Haben Sie uns gleich gefunden?“. Damit möchten Personaler die Nervosität nehmen – denn Aufregung ist in dieser Situation ganz normal. Anschließend wird man gebeten, Platz zu nehmen. Dabei gilt: Nicht auf der Stuhlkante verharren, das wirkt so, als wolle man jederzeit wieder aufspringen. Auch verschränkte Arme oder ein allzu lässiges Zurücklehnen kommen nicht gut an. Optimal ist eine leicht nach vorne geneigte Sitzhaltung, die dem Gesprächspartner Zuwendung signalisiert. Und: den Blickkontakt halten. Wer zu nervöser Gestik neigt, kann die Hände einfach locker übereinanderlegen.
Die Situation lässt sich mit Sport oder einem Musikstück vergleichen: Wer eine überzeugende Leistung bringen will, muss üben. Das betrifft sowohl die Körpersprache als auch die Antworten auf Fragen wie „Warum haben Sie sich für diesen Beruf entschieden?“ oder „Was wissen Sie über unser Unternehmen?“. Am besten stellt man Szenen mit Freunden oder der Familie nach. So gewinnt man Sicherheit und hat die Chance, Feedback einzuholen. Viele kaufen für das Gespräch außerdem ein neues Outfit. Gut, wenn man es beim Üben schon trägt – dann fühlt es sich später nicht ungewohnt an.