Kann ein Bot alles besser?

von Redaktion

Was gegen KI-Ängste im Job hilft

Die Tabelle, für die man früher noch einen Arbeitstag eingeplant hat, erstellt ein KI-Chatbot mittlerweile in 30 Sekunden? Das löst schnell Unsicherheit aus. Wie man am eigenen Selbstwert arbeitet. Texte schreiben, Daten analysieren, Präsentationen erstellen – das sind nur einige Aufgaben, die KI-basierte Tools schneller als jeder Mensch erledigen können.

Das beeinflusst die Arbeitswelt. Experten gehen davon aus, dass KI in Zukunft nach und nach Tätigkeiten ersetzen kann – insbesondere auf Einstiegslevel.

Verständlich, dass solche Nachrichten bei Arbeitnehmern und Berufsanfängern Unsicherheiten auslösen. Und die Frage aufwerfen: Was bin ich überhaupt noch wert, wenn KI (bald) alles besser kann als ich? Diese Frage treffe uns in unserem Selbstbild, sagt die Coachin Carina Hellmich.

Wenn eigene Leistungen unsichtbar werden, gerate innere Stabilität ins Wanken. „Wer seinen Wert aus Effizienz und Produktivität ableitet, steht plötzlich auf brüchigem Fundament“, so die Trainerin. Das gelte besonders in einer Arbeitswelt, die lange genau diese Messgrößen belohnt habe.

Was wir Unsicherheiten
entgegensetzen können

Es gibt aber Wege, Ängsten und Unsicherheit, die angesichts der eigenen Ersetzbarkeit entstehen, etwas entgegenzusetzen, zum Beispiel einen Perspektivwechsel. So kann es helfen, die KI nicht als Gegner zu begreifen, sondern als ein nützliches Werkzeug, als ein neues Tool. Wer die KI für seine Arbeit einsetzt und damit etwa Daten auswertet und aufbereitet, Ergebnisse visualisiert oder Informationen strukturiert, stellt fest, dass die KI einen nicht ersetzt, sondern die Arbeit erleichtern kann.

Eigene Erfolge
festhalten

Es lohnt sich außerdem, regelmäßig kleine Erfolge festzuhalten, so die Trainerin. Hellmich zufolge kann man sich dabei etwa auf Momente konzentrieren, „in denen man als Mensch den Unterschied gemacht hat“ – sei es durch Zuhören, durch Haltung oder durch Empathie. Solche Dinge würden in einer digitalisierten Welt mehr zählen als jeder „optimierte Output“. tmn

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