Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute – schließlich werden Teile des Gehirns nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt und nehmen Schaden. Mit einem Test erkennt man den Notfall.
Von Lächeln bis
Nachsprechen
„Mir kommt mein Gegenüber seltsam vor“: Wer diesen Eindruck hat, kann mit dem sogenannten FAST-Test prüfen, ob womöglich ein Schlaganfall vorliegt. Die vier Buchstaben helfen bei einer ersten Einschätzung – und helfen beim Handeln:
F wie face (englisch für Gesicht): Man bittet das Gegenüber, zu lächeln. Hängt dabei ein Mundwinkel herab oder wirkt das Gesicht asymmetrisch, deutet das auf eine halbseitige Lähmung hin.
A wie arms (englisch für Arme): Nun bittet man die Person, beide Arme nach vorn zu strecken und die Handflächen nach oben zu drehen. Ist das nicht möglich, spricht auch das für eine halbseitige Lähmung.
S wie speech (englisch für Sprache): Die Person soll einen einfachen Satz nachsprechen. Ist sie dazu nicht in der Lage oder spricht verwaschen, ist das ein Warnzeichen.
T wie time (englisch für Zeit): Liegen die genannten Anzeichen vor, sollte man so schnell wie möglich den Notruf 112 wählen und den Schlaganfall-Verdacht äußern.
App hilft beim Test
Übrigens: Beim Durchführen des FAST-Tests kann man sich auch digital unterstützen lassen. Die Schlaganfall-Hilfe bietet für Android und iOS die App „FAST-Test: Schlaganfall-Check“ an. Sie führt auf Deutsch, Englisch oder Türkisch durch den Test, auch Audiodateien zum Vorspielen sind Teil des Angebots.dpa