Ein komplizierter Einsatz: Brand in einer Lackfabrik.
Zur Stelle, wenn’s brennt: die ehrenamtlichen Mitglieder der Feuerwehr.
Die Freiwillige Feuerwehr Ebing ist die älteste Wehr im Stadtgebiet von Waldkraiburg. Gegründet am 1. April 1877 in der damals eigenständigen Gemeinde Pürten, zählt sie heute rund 100 Mitglieder. 22 von ihnen sind aktive Einsatzkräfte unter der Leitung von Kommandant Andreas Rödig.
Die Aufgaben unterscheiden sich kaum von denen der größeren Wehren. Sie reichen von Brandbekämpfung und technischer Hilfeleistung über Verkehrsunfälle bis hin zur Absicherung von Veranstaltungen wie Sonnwendfeuer oder Martinsumzug. Hinzu kommen spezielle Zuständigkeiten: Im Hochwasserfall übernehmen die Ehrenamtlichen die Betreuung der städtischen Sandsackfüllmaschine, außerdem fällt die Bevölkerungswarnung im Katastrophenfall mit einer mobilen Sirenenanlage in ihren Verantwortungsbereich.
„Unser Einsatzspektrum ist sehr breit. Es reicht von Evakuierungen nach Fliegerbombenfunden über Gefahrguteinsätze in Industrieanlagen bis hin zu Wasserrettungen am Inn und am Innkanal“, berichtet Kommandant Rödig. Tatsächlich spiegelte sich diese Vielfalt auch in den Einsatzstatistiken wider: 36-mal rückte die FF Ebing im Jahr 2023 aus – 2024 waren es mit 11 Alarmierungen deutlich weniger.
Ein wichtiger Baustein für die Zukunft ist die Jugendarbeit, die seit 1977 besteht. In enger Zusammenarbeit mit den anderen Waldkraiburger Jugendfeuerwehren werden Nachwuchskräfte ausgebildet und so der Fortbestand der Wehr gesichert. Gleichzeitig stärkt die Zusammenarbeit die Einsatzfähigkeit im gesamten Stadtgebiet.
Neben dem Dienst am Bürger spielt die Feuerwehr auch im gesellschaftlichen Leben eine feste Rolle. Regelmäßig richtet sie Veranstaltungen wie das beliebte Sommerfest oder das Watt-Gedächtnisturnier aus, das an den 2009 verstorbenen Kommandanten Sebastian Kifinger erinnert. Darüber hinaus pflegt die Wehr eine Patenschaft mit der Feuerwehr Ebing in Oberfranken.
Ein sichtbares Zeichen der Modernisierung war 2022 die Anschaffung eines neuen Mittleren Löschfahrzeugs (MLF), das feierlich geweiht wurde. Stationiert ist die Wehr im Feuerwehrhaus in Ebing 84a. Dort engagieren sich die Mitglieder, die aus allen Berufsgruppen stammen, ehrenamtlich für die Sicherheit der Bevölkerung.