Die beiden Fahrzeuge, hier noch vor dem ehemaligen Feuerwehrhaus, stammen aus dem Jahr 2009.
Die restaurierte Ziegler Kleinmotorspritze „Allemania“ von 1930 ist beim Oldtimertreffen gern gesehen.
Ein historisches Juwel: Die Aufnahme zeigt das 25-jährige Gründungsfest.
Den Ausschlag für die Gründung der Feuerwehr gab ein Großbrand im Mai 1872: Schullehrer Josef Zinsinger leitete die Initiative und rief im August die Wehr ins Leben.
Die Anfangsjahre waren hart: So kamen etwa beim Brand in Vilsbiburg 1875 zwei junge Egglkofener Feuerwehrmänner ums Leben. Heute zählt die Feuerwehr 63 Aktive, davon 19 Atemschutzträger. Die Jugendgruppe mit 19 Mitgliedern gilt als außergewöhnlich stark für die Ortsgröße. Kommandant Matthias Ortmeier und sein Stellvertreter Robin Menacher leiten das Team. Im Jahr 2024 wurden 23 Einsätze gemeistert, darunter technische Hilfe, Verkehrsunfälle und Brände. Die Ausbildung erfolgt regelmäßig und orientiert sich an modernen Aufgaben.
Die Ausstattung der Wehr ist auf aktuelle Anforderungen zugeschnitten. Zum Fuhrpark gehören ein Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug und ein Mehrzweckfahrzeug, eine Anhängeleiter und ein Bachert-Tragkraftspritzenanhänger ergänzen die Technik. Neben Brandbekämpfung und technischer Hilfe übernimmt die Egglkofener Wehr seit Kurzem GAMS+-Aufgaben, und ist seither im Stande, auf Notlagen im Bereich des chemischen Gefahrguts zu reagieren.
Manche großen Einsätze bleiben unvergesslich. Im Dezember 1994 stießen in Egglkofen zwei Personenzüge frontal zusammen, Rettungskräfte aus der ganzen Region waren im Einsatz. Der Unfall eines Tanklastzuges 1970 auf der B299, bei dem 20000 Liter heißes Öl ausliefen, erforderte ebenfalls höchste Anstrengung.
Auch der Verein prägt das Bild der Feuerwehr: 152 Mitglieder engagieren sich unter dem Vorsitz von Franz Mehringer und Raphael Lichtmannecker. Das umfangreiche Engagement in der Dorfgemeinschaft zeigt sich zum Beispiel beim Maibaumaufstellen oder weiteren Festen. Die starke Jugendgruppe macht Hoffnung für die Zukunft.