Mit Übungen zur Löschwasserförderung soll die Wasserversorgung bei Bränden sichergestellt werden.
Hoher Gemeinschaftsgeist und eindrucksvolle Feste prägen die Freiwillige Feuerwehr Feichten, die seit über 110 Jahren das Rückgrat des Dorflebens bildet. Seit ihrer Gründung im Jahr 1910 ist die Wehr ein Musterbeispiel für ehrenamtliches Engagement und den besonderen Zusammenhalt in der kleinen Gemeinde bei Neumarkt-St. Veit.
Insbesondere der Bau des Feuerwehrhauses, der im Januar 2004 begonnen wurde, ist ein Zeichen für das außergewöhnliche Engagement der Dorfgemeinschaft: Binnen nur sechs Wochen stemmten die Feichtner den kompletten Rohbau in Eigenleistung, auch viele der Handwerksarbeiten wurden von den Bewohnern übernommen. Am 7. August 2005 wurde das neue Heim schließlich feierlich eingeweiht.
Solche gemeinschaftlichen Höhepunkte spiegeln sich auch in den zahlreichen Festen wider. Das 75-jährige Gründungsfest im Juli 1985 etwa brachte 85 Vereine aus der Region in das kleine Feichten zusammen und mündete in die Weihe der neuen Vereinsfahne.
Noch beeindruckender zeigten sich der Zusammenhalt und die organisatorischen Fähigkeiten der Feuerwehr zum hundertjährigen Jubiläum im Juni 2010: Mit weniger als hundert Einwohnern richtete das Dorf ein fünftägiges Fest aus, an dem sämtliche Feuerwehren des Landkreises teilnahmen. Bei dieser Gelegenheit wurde auch das Einsatzfahrzeug, ein TSF Mercedes Sprinter mit Furtner und Ammer Aufbau, gesegnet.
24 Aktive,
12 Atemschutzträger
Die Schlagkraft der Wehr spiegelt sich nicht allein in der Ausstattung wider: Neben aktuell 24 aktiven Mitgliedern, darunter bemerkenswerte zwölf Atemschutzträger, sichern zahlreiche Ausbildungsstunden – laut Kommandant Andreas Wimmer allein 280 im laufenden Jahr – die Einsatzbereitschaft.
Ein weiterer Meilenstein für die Feichtner Wehr war die feierliche Weihe einer neuen Feuerlöschpumpe des Typs Rosenbauer FOX 4 am 3. Juni 2018, mit der man sich besser auf künftige Herausforderungen vorbereiten wollte.
Zu den größten Herausforderungen der letzten Jahre zählte die Bewältigung eines Großbrands im örtlichen Sägewerk 2017 sowie eines Brandes im Gasthaus Genossenschaft 2019.
Aus dem Gemeindeleben nicht wegzudenken, engagiert sich der 54 Mitglieder zählende Verein unter Vorsitz von Hermann Wimmer auch jenseits aktiver Einsätze.
Wie die Führungsspitze der Feichtner Wehr betont, bleibt die FF Feichten das Symbol eines gelebten Gemeinschaftssinns und Traditionstreue im Wandel der Zeit – und ein Garant für den Schutz und das Wohl der Dorfbewohner, gestern wie heute.