Auf vielen Veranstaltungen mit dabei: die Vorführung des Fettbrand-Simulators.
Ein aufwendiger Einsatz fand im September 2024 statt beim Großbrand einer Lagerhalle in Ella. Foto fib
Im nordöstlichen Landkreis ist die Freiwillige Feuerwehr Buchbach (FF Buchbach) seit mehr als 150 Jahren eine tragende Säule in Sachen Sicherheit und Gemeinschaft. Gegründet wurde die Wehr am 6. Juni 1870 – schon fünf Jahre zuvor hatte die Gemeinde vorausschauend eine „bestimmte Feuerordnung“ zum Schutz vor verheerenden Bränden eingeführt.
Das heutige Gerätehaus in der Jahnstraße 7, das zunächst Platz für zwei Einsatzfahrzeuge bot, wurde 1964 offiziell eingeweiht und später von den Mitgliedern in Eigenregie auf drei Stellplätze erweitert.
67 aktive Mitglieder, geführt von Kommandant Michael Mottinger, engagieren sich bei der FF Buchbach. Die Aufgaben reichen von Bränden über technische Hilfeleistungen bis hin zu Sturm- oder Hochwassereinsätzen.
Zentral in der Arbeit der Feuerwehr ist die Nachwuchsförderung: Die Jugendfeuerwehr besteht seit 1972. Jugendliche ab einem Alter von etwa vierzehn Jahren lernen praxisnah alles rund um das Feuerwehrwesen. Die Ausbildung umfasst Brandbekämpfung, technische Hilfeleistung, Erste Hilfe und Gerätekunde – so werden Teamgeist und Kameradschaft gestärkt. Fortlaufend werden außerdem für alle aktiven Mitglieder Lehrgänge und Ausbildungen in Bereichen wie Atemschutz oder technischer Rettung angeboten. Auch Quereinsteiger sind ausdrücklich willkommen.
Neben dem Ernstfall-Einsatz engagiert sich die Feuerwehr vielfältig im Gemeindeleben: Sie gestaltet das Marktplatzfest mit, organisiert weitere Vereinsfeiern und initiiert Theaterabende.
Ein Highlight ist auch das sogenannte „Sirenenbier“, das immer am ersten Samstag im Monat ab 12 Uhr am Feuerwehrhaus stattfindet. Regelmäßige Funkübungen und Ausbildungsabende sind gelebte Routine.
Ein besonderer Höhepunkt dieses Jahr: die Ehrung für den außergewöhnlichen Einsatz beim Hochwasser in Pfaffenhofen an der Ilm und Manching.
Dafür erhielten die Einsatzkräfte die Fluthelfernadel 2024 des Bayerischen Ministerpräsidenten. Kommandant Michael Mottinger erinnerte sich: „Mit insgesamt rund 125 Feuerwehrlern aus dem Landkreis Mühldorf wurden über 2,2 Kilometer Sandsäcke als Damm aufgebaut, um die Hochwasserbedrohung einzudämmen.
Der Alarm am 1. Juni kam um 18 Uhr und bereits um 19.30 Uhr waren wir alle auf unserer Fahrt zum Einsatzort.“ Über 18 Stunden dauerte der fordernde Einsatz, bei dem alle an ihre Grenzen gingen.