Brand eines Gefahrgutaufliegers. Foto fib
Vollbrand eines Wohnhauses in der Enzianstraße. Fotos FIB
Die Feuerwehr Waldkraiburg ist die größte Feuerwehr im Landkreis Mühldorf. Mit der Gründung im Jahr 1951 zählt die Feuerwehr Waldkraiburg zu einer der jüngsten Feuerwehren im Freistaat. Der Vorgänger der Feuerwehr Waldkraiburg war die Werksfeuerwehr der Pulverfabrik, deren Gelände nach dem Krieg zur Flüchtlingssiedlung wurde. Mit der Auflösung der Fabrik trat auch die Werkfeuerwehr als eigenständige Einheit zurück. Allerdings wurden viele Ausrüstungsgegenstände übernommen und auch ehemalige Werkfeuerwehrleute waren bereit, ihre Erfahrung und Arbeit einzubringen; somit wurde am 3. März 1951 die Freiwillige Feuerwehr Waldkraiburg mit insgesamt 22 Männern gegründet.
Der erste dokumentierte Einsatz war 1951 – ein Waldbrand beim damaligen Elaston-Werk. Danach folgten Brände in großen Fabriken, Gefahrguteinsätze, die stetige Erweiterung der Ausrüstung und Weiterbildung der Einsatzkräfte. Im Jahr 1990 bezog die Feuerwehr den Standort in der Prießnitzstraße, die bis heute dort stationiert ist. Ebenfalls in diesem Jahr markierte der Großbrand bei der Firma LOWI den bisher größten Einsatz der Feuerwehr Waldkraiburg. Mit 180 Einsatzkräften aus neun Feuerwehren konnte die in Vollbrand stehende Lagerhalle gelöscht werden.
Zudem ist die Feuerwehr Waldkraiburg auch über die Landkreisgrenzen hinaus im Einsatz. Im Jahr 2021 stürzte ein Tanklastzug auf der B299 bei Johannesbergham (Landkreis Landshut) um. Insgesamt waren etwa 300 Einsatzkräfte alarmiert – darunter 27 aus Waldkraiburg. Mit dem Gerätewagen Gefahrgut übernahm die Feuerwehr Waldkraiburg die Überwachung des Explosionsbereichs und unterstützte mit Maßnahmen zum Auffangen des auslaufenden Diesels.
Im August 2023 kam es bei einem großen Chemieunternehmen in Waldkraiburg zu einem Brand. Bei einem Auflieger brannte die Isolierung. Da das Austreten von Gefahrgut als Brandursache nicht auszuschließen war, wurden weitere Kräfte zur Unterstützung alarmiert. Die Isolierung wurde abgetragen und entsorgt. Dieser Einsatz konnte nach neun Stunden beendet werden. 150 Einsatzkräfte waren hier im Einsatz, sogar die ATF (Analytische Task Force) der Berufsfeuerwehr München unterstützte bei diesem Einsatz.
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