Bald ist es wieder soweit: Der traditionelle Martinszug in Waldkraiburg lädt Groß und Klein zum gemeinsamen Lichterleuchten und Miteinander ein. Unter dem Motto „Wenn Lichter funkeln und Herzen teilen“ veranstaltet die Aktionsgemeinschaft Waldkraiburg am Sonntag, 9. November, den beliebten Laternenzug zu Ehren des Heiligen Martin.
Los geht’s am
Volksfestplatz
Der Treffpunkt für alle Familien ist am Volksfestplatz. Von dort aus ziehen die Kinder um 17 Uhr mit ihren bunten Laternen singend durch die Stadt bis zum Sartrouville-Platz. Dort erwartet die Besucherinnen und Besucher ein stimmungsvolles Highlight: das traditionelle Martinsspiel mit echtem Pferd, das die Geschichte des Heiligen Martin eindrucksvoll lebendig werden lässt. Natürlich dürfen auch die legendären süßen Martinsbrötchen nicht fehlen – sie werden traditionell geteilt und symbolisieren das Miteinander und Teilen, das dieser Tag verkörpert. Bereits ab 13 Uhr öffnen die Waldkraiburger Geschäfte ihre Türen und laden zum entspannten Sonntagsshopping ein – die perfekte Gelegenheit, um sich mit warmer Wintermode für die kommenden kalten Tage einzudecken.
Gaumenfreuden
sind garantiert
Auch die Waldkraiburger Gastronomie freut sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher, die den Tag bei einem gemütlichen Essen oder warmen Getränk ausklingen lassen möchten. Die Aktionsgemeinschaft Waldkraiburg lädt alle Familien, Kinder und Interessierten ein, gemeinsam die Lichter des Teilens und der Gemeinschaft leuchten zu lassen.
Wer war eigentlich
St. Martin?
Der 11. November markiert den Gedenktag des Heiligen Martin von Tours, dessen Leben und Wirken bis heute als leuchtendes Beispiel für Barmherzigkeit und Nächstenliebe gelten. Die Geschichte des Heiligen Martin, der um 316 in Ungarn geboren wurde und 397 in Frankreich starb, ist eng mit der tiefgreifenden Wandlung eines römischen Soldaten zum demütigen Diener Gottes verbunden.
Die bekannteste und symbolträchtigste Tat Martins ist die Mantelteilung: Als römischer Soldat begegnete er mitten im Winter einem frierenden Bettler. Aus tiefstem Mitleid zögerte er nicht, seinen Militärmantel kurzerhand mit dem Schwert zu teilen, um dem Armen die Hälfte zu überlassen.
Dieses Erlebnis war ein Wendepunkt in seinem Leben und führte zu seiner Bekehrung zum Christentum. Martin ließ sich taufen und gab den Militärdienst auf, um sich fortan ganz in den Dienst Gottes und seiner Mitmenschen zu stellen.
Eine ungeplante
Wahl zum Bischof
Sein Engagement gipfelte im Jahr 371 in seiner Wahl zum Bischof von Tours. Obwohl er der Legende nach versuchte, sich der Wahl zu entziehen – und dabei durch das laute Schnattern von Gänsen verraten wurde –, nahm er die Verantwortung an. Als Bischof gründete er Klöster, die zu Zentren der Fürsorge wurden, um Bedürftigen zu helfen und die christliche Botschaft zu verbreiten.
Warum am
11. November?
Martin starb am 8. November 397 und wurde drei Tage später, am 11. November, beigesetzt. Dieses Datum wird seitdem als Martinstag gefeiert. Bis heute ist es ein wichtiges Fest, das die Werte des Teilens und der Solidarität in den Mittelpunkt rückt. Bei den traditionellen Laternenumzügen wird die Legende des Mantelteilens lebendig nachgespielt.
Der Heilige Martin gilt heute als Schutzpatron der Armen, der Geflüchteten und der Gefangenen und erinnert daran, wie wichtig es ist, aufeinander achtzugeben. Kinder sollen ebenso wie Erwachsene ermutigt werden, sich aktiv für die Gemeinschaft und Bedürftige einzusetzen.