von Redaktion

Hundetrainerin Nadine Walter-Lang sieht im Beschenken viele positive Aspekte.

Fortsetzung

Quietschende Zuckerstangen, Adventskalender für Hunde, Katzen oder Nager, gefüllt mit Leckerlis oder Pflegeprodukten wie Shampoos und Bürsten, stehen reihenweise in den Regalen.

Plätzchen und

Schokolade sind tabu

Plätzchen und Schokolade sind hingegen tabu. Ein ernstes Thema, warnt Tierärztin Rausch, die viele Kunden im Mühldorfer Landkreis betreut: „Schokolade ist giftig und führt oft zu Klinikbesuchen an Weihnachten, wo Tiere gespritzt und entgiftet werden müssen. Bitte den Plätzchenteller nicht stehen lassen“, appelliert sie an alle und erinnert an einen außergewöhnlichen Fall, bei dem der Festtagsbraten zum Verhängnis wurde: Ein kleiner Mischlingshund verschluckte an Heiligabend einen Rouladenspieß, der dann quer im Magen steckte.

Tiere zu verschenken, ist ein absolutes No-Go

Tierärztin, Trainerin und auch der Tierschutzbund raten dringend davon ab, ein Tier zu verschenken. „Viele Tiere landen im Sommer ausgesetzt am Rastplatz, weil die Anschaffung impulsiv war“, weiß Julia Rausch. Man sollte die langfristige Verantwortung bedenken. Das sind laut Tierschutzbund durchschnittlich zehn bis 15 Jahre. Auch Kurzschlussreaktionen wie ein Kaninchen für die Kinder sollte man unterlassen. In Deutschland leben rund 34 Millionen Haustiere, doch rund 20 Prozent der Halter bereuten die Entscheidung, wie Tierschutzorganisationen wie etwa PETA berichten. Mit einem Tier zieht eine große Verantwortung ein. Denn im Gegensatz zu typischen Weihnachtsgeschenken sind es fühlende Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen, die erfüllt werden müssen und das für viele Jahre. Außerdem können sie nicht einfach umgetauscht werden, wenn es später doch nicht funktioniert. „Daher muss die Anschaffung eines Tieres auf jeden Fall wohlüberlegt sein“, so die eindeutige Stellungnahme.

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