Zum Trio der meistverkauften Autos in Deutschland gehören neben dem VW Golf der Tiguan und der T-Roc. Alle drei basieren auf dem modularen Querbaukasten des Konzerns. Alle drei sind dem C-Segment zugeordnet – auch Golf-Klasse genannt. Nun kommt die zweite Generation des T-Roc auf den Markt. Wir konnten sie fahren.
Beim Einsteigen präsentiert sich das Auto, wie man es von VW gewohnt ist. Bedienelemente findet man, wo man sie erwartet. Lästige, aber vorgeschriebene Helfer kann man am Touchscreen schnell stilllegen. Der programmierbare Drehregler in der Mitte ist Geschmackssache. Der Neue ist um 13 Zentimeter länger (jetzt 4,37 Meter), was sich auf den Rücksitzen bemerkbar macht. Diesel gibt es keinen mehr, die Benziner arbeiten mit elektrischer Unterstützung. Zunächst gibt es zwei Mild-Hybride mit 1,5 Liter Hubraum. Einmal mit 116 PS, einmal mit 150. Der Verbrauch liegt bei 5,5 Litern (WLTP). Für 2026 sind noch zwei Vollhybride mit 136 oder 175 PS angekündigt sowie ein Zwei-Liter-Modell mit 204 PS und Allradantrieb. Es zieht Anhänger mit bis zu zwei Tonnen. Doch bereits das Grundmodell ist mit 1,5 Tonnen kein schlechtes Zugpferd. In den meisten Fahrsituationen reichen 116 PS locker. Im Grundmodell „Trend“ (ab 30.845 Euro) gibt es nur diese Variante. Nur beim Überholen oder steil bergauf machen sich die 34 PS weniger bemerkbar. 150 PS sind ab der Ausstattungslinie „Life“ wählbar (ab 34.005 Euro).
Ausgefeilte Helfer sind im Topmodell „Style“ (ab 38.510 Euro) buchbar: Parkpaket fürs automatisierte Einparken (155 Euro) und für 1.090 Euro das Technik-Paket „Travel Assist“ mit Notfall-Stopp sowie ein Head-up-Display (1.090 Euro). Die Linie R-Line (ab 42.460 Euro) geht in die sportliche Richtung. Der stärkere Motor ist hier Serie. Fahrtechnisch gibt es nichts auszusetzen. Die Lenkung ist gewohnt präzise. Das Fahrwerk tadellos. Die Abstimmung ziemlich ausgewogen zwischen sportlich und komfortabel.
In der Summe ein Auto, das sich wegen des Größenzuwachses auch für längere Reisen mit der Familie eignet. Es wird wohl kaum hinter die Verkaufszahlen des Vorgängers zurückfallen.
Ein Cabrio gibt es mangels Nachfrage nicht mehr. MARTIN PREM