Fortsetzung
„Hirschgulasch und Blaukraut schmecken aufgewärmt sogar besser, und die Spätzle produzieren wir gleich auf Vorrat und frieren sie ein. Kartoffeln sind ohnehin ein Grundnahrungsmittel, das man vorrätig haben sollte.“ Das Zimtparfait lässt sich einmal mit Glühweinkirschen und ein anderes Mal mit Apfel-Crumble servieren.
„Gute Küche heißt nicht, jeden Tag etwas völlig Neues zu servieren, sondern Lebensmittel wertzuschätzen und vielseitig einzusetzen“, sagt Martha Heistinger. „Wenn aus einem Weihnachts- oder auch Silvestermenü mehrere Mahlzeiten entstehen, ist das nachhaltig und verlängert das Festgefühl in den Alltag.“
Brätstrudel
Aus 125 Gramm Mehl, ¼ LiterMilch, 2 Eiern und einer Prise Salz einen Pfannkuchenteig herstellen, quellen lassen und dünne Pfannkuchen ausbacken. 300 Gramm Leberkäsbrät, ein Ei, ein Esslöffel Petersilie und etwas Zitronenschale verrühren, auf die Pfannkuchen streichen, aufrollen, in zwei Zentimeter breite Rollen schneiden, in eine gefettete Auflaufform oder auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und bei 180 °C rund 20 Minuten backen.
Alternativ: In 1½ Liter Brühe einlegen, Brühe darf nicht mehr kochen, rund fünf Minuten gar ziehen lassen.
Hirschgulasch
Zutaten für sechs Personen:
1kg Gulasch vom Hirsch
1 P. Suppengemüse
2 Zwiebeln
3 El Öl
4 El Tomatenmark
1l Brühe
Salz, Pfeffer,
4 Lorbeerblätter,
8 Wacholderbeeren
3 El Waldfruchtkonfitüre
2-3 Tl Stärkemehl
350g Champignons
2 Schalotten
1 El Öl
Zubereitung:
• Gulasch waschen, trocken tupfen und in zwei Zentimeter große Würfeln schneiden.
• Zwiebeln schälen und in Würfel schneiden. Anderes Gemüse waschen, schälen und fein würfeln, Lauch in Ringe schneiden.
• Öl im DDT erhitzen.
• Fleisch kräftig anbraten.
• Zwiebeln und Suppengemüse zugeben und kurz anschmoren. Tomatenmark zugeben und anbraten und mit Brühe aufgießen.
• Lorbeerblätter und Wacholderbeeren zugeben, würzen mit Salz und Pfeffer, den DDT verschließen. Garzeit rund 25 Minuten.
• Champignons putzen und vierteln, Schalotten schälen und fein schneiden.
• Öl in einer Pfanne erhitzen.
• Pilze und Schalotten etwa fünf Minuten anbraten.
• Stärkemehl mit kaltem Wasser anrühren.
• Je nach Bedarf Soße mit dem Stärkemehl binden, Konfitüre zugeben und Soße abschmecken.
• DDT nach der Garzeit öffnen.
• Zum Anrichten, Gulasch mit fein geschnittener Petersilie und den Pilzen servieren.
Blaukrautsteaks
Zutaten:
1 Kopf Blaukraut (ca. 1 kg)
3 EL Olivenöl
1 EL Honig
2 EL Orangensaft (frisch gepresst)
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer, Chilipulver, Thymian (frisch oder getrocknet)
40 g Walnüsse
150 g Feta
Zubereitung
• Marinade vorbereiten:
Dazu den Orangensaft mit Öl und Honig gut verrühren. Den Knoblauch pressen und die Gewürze und Kräuter dazugeben. Alles gut vermengen, bis eine möglichst homogene Masse entsteht.
• Den Feta zerbröseln und die Walnüsse hacken.
• Blaukraut vorbereiten: Dazu die äußeren Blätter entfernen. Den Strunk zunächst noch dran lassen. So halten die Krautscheiben im Backofen viel besser zusammen! (Später beim Essen dann einfach übrig lassen)
• Das Blaukraut in etwa 1-1,5 Zentimeter dicke Scheiben schneiden und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
• Backofen auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen.
• Die Rotkohlscheiben mit der Marinade mit einem Pinsel oder mit einem Löffel auf dem Kohl verteilen. Marinade großzügig verteilen und auf jeden Fall die gesamte Marinade aufbrauchen.
• 35-40 Minuten backen
• Etwa nach 20 Minuten Backzeit das Blaukraut mit Feta und Walnüssen bestreuen und die Rotkohlsteaks fertig überbacken.
• Das Blaukrautsteak sollte auf jeden Fall weich sein, aber noch nicht verbrannt. Der Feta darf ruhig ein wenig Farbe abbekommen. Die Walnüsse dürfen geröstet sein.
Spätzle-Variationen
Für sechs Personen
• Quark-Spätzle:
500 Gramm Mehl mit 250 Gramm Quark, etwas Salz und sechs Eiern in einer Schüssel mit dem Knethaken abschlagen, bis der Teig Blasen wirft.
Reichlich Wasser mit einem Teelöffel Salz zum Kochen bringen, Teig portionsweise in das kochende Wasser hobeln, im kochenden Wasser einige Male drei bis fünf Minuten aufkochen lassen, Spätzle mit dem Seihlöffel herausnehmen und kurz unter kaltem Wasser abschrecken.
• Spinatspätzle:
250 Gramm Spinat andünsten und pürieren, mit 400 Gramm Mehl, fünf Eiern, einem Teelöffel Salz und Wasser nach Bedarf zu einem glatten Teig abschlagen, quellen lassen, portionsweise kochen und kurz abschrecken.
• Kürbis-Spätzle:
500 Gramm Kürbis schälen, entkernen und in würfel schneiden. 15 Minuten in Salzwasser garen, abtropfen lassen und pürieren.
Mit 150 ml Gemüsebrühe, 400 Gramm Mehl, drei Eiern, zwei Esslöffel Öl und Salz zu einem Spätzleteig verrühren, zehn Minuten quellen lassen, portionsweise kochen und abschrecken.
Zimtparfait
• Zwei Eier, zwei Eigelb, drei Esslöffel Puderzucker und zwei bis drei Teelöffel Zimt zu einer cremigen Schaummasse schlagen.
• 300 ml Sahne steif schlagen und mit 50 Gramm geraspelter Schokolade und einem Esslöffel Rum vorsichtig unterheben.
• Schale mit Klarsichtfolie ausgeschlagen und die Masse etwa zwei Zentimeter dick einfüllen und glatt streichen.
• Mindestens zwei Stunden gefrieren lassen, dann zehn Minuten antauen lassen,
• Sterne ausstechen, mit Beeren, Pistazien und Sahne nach Belieben garnieren.
Apfel-Crumble
Zutaten für sechs bis acht Personen:
4 Äpfel (circa ein halber Apfel pro Person)
2 EL brauner Zucker
Rosinen
Saft einer Zitrone
Für die Streusel:
150 Gramm zimmerwar-
me Butter
150 Gramm Mehl
50 Gramm Nüsse gemah-
len
1/2 Teelöffel Zimt
120 Gramm Zucker
Butter für die Form
Zubereitung
• Auflaufform fetten und die Äpfel waschen, schälen und anschließend achteln. Die Äpfel in die Auflaufform schichten. Den Zucker und Zitronensaft gleichmäßig darüber verteilen.
• Für die Streusel Mehl, Zimt und Zucker in einer Schüssel mischen. Butter schmelzen und mit einer Gabel unter die Mehl-Zucker Mischung rühren bis Streusel entstehen.
• Äpfel so mit den Streuseln bedecken, dass die Äpfel nicht mehr sichtbar sind.
• Bei 180 Grad im vorgeheizten Ofen rund 30 Minuten backen, bis die Streusel goldbraun sind. Mit Vanilleeis genießen. Tipp: kann man auch in Weckgläser oder feuerfeste Tassen portioniert backen.