Erfolgreiche Transformation

von Redaktion

Auf Empowerment, klare Kommunikation und psychologische Sicherheit kommt es an

Wer hätte vor ein paar Jahren gedacht, dass wir mit einem smarten Einkaufswagen durch den Supermarkt rollen und wir am Ende ganz nebenbei selbst zur Kassiererin werden? Oder dass unser Auto zu Hause Sonnenenergie tankt, während wir frühstücken, und uns später emissionsfrei zur Arbeit bringt? Der Wandel ist längst kein fernes Zukunftsversprechen mehr. Er ist sichtbar, hörbar, spürbar – in unserem Alltag genauso wie in Produktionshallen, Büros und Teams. Und genau dort zeigt sich: Veränderungen gehören heute zum Unternehmensalltag. Doch wie gelingt Transformation wirklich? Die Online-Studie „Inside Transformation“, durchgeführt unter 466 Mitarbeitenden und Führungskräften im Auftrag der ComTeamGroup (Juni/Juli 2025), zeigt klar: Mitarbeitende müssen aktiv eingebunden werden – informieren allein reicht nicht.

Aktiv einbinden

Transformation gelingt dort am besten, wo Sinn, Orientierung und psychologische Sicherheit vorhanden sind. 84 Prozent der Befragten empfinden ihre Aufgaben in Veränderungsprozessen als sinnvoll, 82 Prozent halten die Ziele für nachvollziehbar. Gleichzeitig wünschen sich 88 Prozent mehr Verantwortung und Entscheidungsspielräume – ein deutliches Signal gegen Bevormundung. Wer mitgestalten darf, erlebt Veränderungen erfolgreicher und nachhaltiger. Offene Kommunikation und klare Ziele spielen dabei eine zentrale Rolle. In erfolgreichen Prozessen wussten 92 Prozent genau, was von ihnen erwartet wird. Bei Reorganisationen mit klaren Meilensteinen gaben 87 Prozent an, ihre Arbeit als gut abgestimmt und planbar zu erleben. Arbeitgeber sollten daher regelmäßig Status-Updates geben, Fortschritte sichtbar machen und verständlich erklären, warum Veränderungen notwendig sind.

Psychologische
Sicherheit bieten

Psychologische Sicherheit wirkt wie ein Schutzschild im Wandel. Fast 90 Prozent der Befragten fühlten sich frei, Fehler anzusprechen oder Bedenken zu äußern, 77 Prozent waren bereit, neue Wege auszuprobieren. Arbeitgeber können diese Sicherheit stärken, indem sie eine offene Fehlerkultur fördern und regelmäßige Reflexionsrunden, etwa wöchentliche Team-Check-ins, etablieren. Eine große Herausforderung bleibt die Doppelbelastung aus Tagesgeschäft und Veränderungsprojekten. 63 Prozent berichten, dass Transformationen so viel Zeit beanspruchen, dass das operative Geschäft leidet. Wo Unternehmen klare Prioritäten setzen, Ressourcen bereitstellen und strukturelle Unterstützung bieten, gelingt der Spagat besser: 89 Prozent der Mitarbeitenden in erfolgreichen Prozessen fühlten sich unterstützt – in weniger erfolgreichen nur 50 Prozent. Auch der Wunsch nach Verantwortung ist stark: 88 Prozent möchten mehr Einfluss nehmen. Wer diese Möglichkeiten erhält, ist motivierter und engagierter.

Führungskräfte
unterstützen

Besonders Führungskräfte stehen im Spannungsfeld. Sie müssen Maßnahmen vertreten, denen sie nicht immer zustimmen (60 Prozent), und gleichzeitig Sicherheit und Orientierung im Team gewährleisten. Arbeitgeber sollten daher klare Leitplanken, abgestimmte Kommunikation und alltagsnahe Unterstützung bieten, damit Führungskräfte ihre Rolle wirksam ausfüllen können. Fazit: Erfolgreiche Transformation entsteht durch Mitarbeitereinbindung, klare Information und psychologische Sicherheit. Arbeitgeber, die Verantwortung übertragen, Orientierung geben und Kommunikation fördern, stärken nicht nur Veränderungsprozesse, sondern auch ihre Unternehmenskultur. Verbindliches Leadership und echte Beteiligung sind die stärksten Hebel. Oder wie Peter Kraushaar, Senior Partner der ComTeam AG, es formuliert: „Transformation ist kein linearer Plan. Führung heißt, dranzubleiben, Strukturen zu schaffen und Entscheidungen zu treffen – auch wenn es unbequem wird.“ Ebi

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