Blitzgefahr bannen

von Redaktion

Schutz ist nötiger denn je

Über 210.000 Blitzeinschläge wurden 2024 in Deutschland gezählt, 2022 waren es knapp 150.000. Doch nicht nur die Anzahl der Blitze hat zugenommen. Die durch den Klimawandel gestiegenen Temperaturen können Häufigkeit und vor allem Intensität von Gewittern je nach Region deutlich erhöhen.

„Hausbesitzer sollten sich in jedem Fall informieren, ob eine Blitzschutzanlage für ihr Haus sinnvoll ist“, folgert Holm Breitkopf von der BHW Bausparkasse. Besonders in Haushalten, in denen sich viele teure Geräte oder Smarthome-Anlagen befinden, ist laut dem Verband Deutscher Elektrotechniker ein Blitzschutz zweckmäßig, denn die Folgen eines Blitzeinschlags reichen von defekten Computern und Telefonanlagen bis hin zu Schäden an Heizungssteuerungen und Heizanlagen.

Seit 2016 ist bei Neubauten ein Überspannungsschutz verpflichtend. Bei Altbauten, für die im Zuge einer umfassenden Modernisierung neue Stromkreise oder eine Photovoltaikanlage installiert werden, ist die Nachrüstung zwingend. Wirksamer Blitzschutz setzt an zwei Stellen an: auf dem Dach und im Stromverteilungssystem des Hauses. Als äußerer Blitzschutz gelten Blitzableiter auf dem Dach. Sie leiten den Blitz ins Erdreich um und schützen die Immobilie bei direktem Einschlag vor einem Brand. Der Überspannungsschutz im Sicherungskasten beugt zu hohen Spannungen im häuslichen Leitungsnetz vor. Was viele nicht wissen: Selbst in einem Radius von ein bis zwei Kilometern um die Einschlagstelle eines Blitzes können so große Überspannungen auftreten, dass sie Defekte an elektrischen Geräten auslösen.

Blitzschutz nachrüsten

Besitzer älterer Immobilien können den Blitzschutz von einer Fachfirma nachrüsten lassen. Beim nachträglichen Einbau in ein Einfamilienhaus liegen die Kosten für einen Blitzableiter auf dem Haus bei rund 4.000 Euro, für den Überspannungsschutz im Inneren des Hauses bei rund 1.000 Euro. Bhw

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