Der Kreislauf des Bauens

von Redaktion

Beton ressourcenschonend wiederverwenden

Wer heute neu baut, wird möglicherweise auch darüber nachdenken, was mit dem Eigenheim in 60 oder 70 Jahren passieren wird. Im Sinne der Nachhaltigkeit ist es wichtig, vorausschauend zu planen. Denn mit der Entscheidung für recycelbare Materialien schaffen Bauherren die Voraussetzungen für eine spätere Weiternutzung wertvoller Rohstoffe. Das schont Ressourcen und trägt zu einer besseren Ökobilanz von Gebäuden bei. Das Baumaterial Beton etwa, das schon in der Antike von Menschen genutzt wurde, lässt sich zu 100 Prozent wiederverwenden.

Einsparungen von
50 Millionen Tonnen

Bereits heute wird das Baumaterial häufig wiederverwendet, beispielsweise in Form von sogenanntem Betonbruch. Dieser Recyclingbaustoff hat sich als Gesteinskörnung in neuem Beton oder als Trag- und Frostschutzschicht im Straßenbau bewährt. In Zukunft sind noch größere Mengen aus Rückbauten im Hochbau zu erwarten. „Bei konsequenter Nutzung der Kreisläufe könnten schätzungsweise 50 Millionen Tonnen Primärrohstoffe durch den Einsatz von Recycling-Gesteinskörnung eingespart werden“, sagt Julian Biermann, Projektleiter Nachhaltigkeit beim InformationsZentrum Beton. Wichtig sei es dazu, den späteren Rückbau und das Recycling bereits bei der Planung zu berücksichtigen. So könnte es auch möglich sein, komplette Bauteile erneut zu verwenden. Biermann dazu: „Wenn eine Weiterverwendung des Bauteils nicht möglich ist, bietet das Recycling von Beton ein großes Potenzial zur Ressourcenschonung.“ Das Ziel lautet daher, zukünftig mehr Recyclingbeton einzusetzen und damit natürliche Ressourcen wie Kies und Sand einzusparen.

Große Erwartungen für die Wiederverwendung verbinden sich insbesondere mit dem seriellen Bauen. Denn dabei können Firmen von vornherein so planen, dass ganze Bauteile rückgebaut und erneut verwendet werden können. Unter www.nachhaltig-bauen-mit-beton.de gibt es ausführliche Informationen zum ressourcenschonenden Bauen. Dort findet sich auch ein Klimaschutz-Konfigurator, mit dem sich das Treibhauspotenzial von Betonbauteilen berechnen und mögliche CO2-Einsparungen ermitteln lassen. Alle, die einen Neubau planen, können sich zudem von ihrem Architekten zur Auswahl recyclingfähiger Materialien und der Nutzung geschlossener Wertstoffkreisläufe informieren. Djd

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