Ein Umzug lässt sich entweder selbst organisieren, etwa mithilfe von Familie und Freunden, oder man nimmt Geld in die Hand, damit ein Unternehmen Kistenschleppen, Möbeltragen und Fahrerei übernimmt.
Wer sich für ein Umzugsunternehmen entscheidet, sollte immer mehrere Angebote einholen – und beim Preisvergleich genau darauf achten, welche Leistungen und Kosten inklusive sind, raten die Verbraucherzentralen.
Festpreis, niemals
Vorkasse
Manche Firmen übernehmen alles – vom Kistenpacken bis zur Montage. Andere Speditionen kümmern sich nur um den Transport. Einige Unternehmen rechnen nach Aufwand und Stunden ab, wieder andere bieten einen Festpreis für den gesamten Umzug an, was aus Sicht der Verbraucherschützer die empfehlenswerteste Variante ist. Denn schätzt das Unternehmen die Zeit falsch ein, geht dies zu Lasten des Auftraggebers. Wichtig: Damit man Betrügern nicht auf den Leim geht, sollte man sich niemals auf Vorkasse einlassen.
Wer den Umzug lieber mit dem Auto stemmen will, muss sich klarmachen, dass dann in der Regel mehrere Touren nötig sind – und das kostet Sprit. Der Automobil-Club Verkehr (ACV) nennt dazu eine Faustregel: Spätestens, wenn mehr als fünf Fahrten nötig sind oder es um viele große Möbel geht, lohnt sich der Vergleich mit einem Transporter. Oft sei das Gesamtpaket dann günstiger und umweltfreundlicher.
Das Auto nicht zu
voll beladen
Wichtig bei der Entscheidung, ob man das Auto nimmt: Menge und Gewicht der Kisten und Möbel realistisch einschätzen. Zur Orientierung: In einen Kleinwagen passen in der Regel drei bis vier Standardkartons, erklärt der ACV. Ein Kombi kann hingegen etwa acht bis zehn Kisten laden.
Man sollte den Wagen nicht zu voll packen und auf die erlaubte Zuladung achten, also das Gesamtgewicht minus Leergewicht. Die Angaben dazu, wie viel die Ladung wiegen darf, stehen laut ACV im Fahrzeugschein. Schon ein Bücherkarton könne bis zu 20 Kilogramm wiegen. Wer also mehrere Bücherkartons ins Auto packt, erreicht bei voller Beladung schnell das Limit. Wichtig: Das zusätzliche Gewicht verlängert den Bremsweg, also langsam und vorausschauend fahren. Rutschfeste Matten im Kofferraum verhindern, dass sich die Ladung beim Bremsen bewegt.
Grundsätzlich rät der ACV, Schweres nach unten und Leichtes nach oben zu packen. Das sorgt für eine gleichmäßige Gewichtsverteilung und Stabilität. Die Lücken mit Handtüchern ausfüllen oder mit Kissen polstern, damit nichts verrutscht. Elektronikgeräte oder zerbrechliche Spiegel in Decken wickeln.
Sperrige Gegenstände wie eine Matratze oder ein Regal sollte man vorher abmessen. Sie lassen sich auf dem Dach oder in einem Anhänger sicher transportieren – oder noch besser in einem großen Transporter. Das eigene Auto ist also eher eine Option, wenn man innerhalb einer Stadt von einer Zwischenmiete zum nächsten WG-Zimmer zieht oder nur wenige Kisten in eine möblierte Wohnung transportieren muss.
Für Parkplatz ans
Ordnungsamt wenden
Steht das Auto oder der Transporter direkt vor der Haustür, müssen Helfer die Kisten weniger weit schleppen. Um sich so einen komfortablen Parkplatz zu sichern, sollte man mindestens zwei Wochen vorher beim zuständigen Ordnungsamt eine offizielle Halteverbotszone beantragen. So kann man auf Nummer sicher gehen, muss dafür aber etwa 20 bis 50 Euro plus die Miete für die Schilder zahlen. Wichtig: Stühle oder Mülltonnen aufzustellen oder Parkplätze mit Flatter- oder Klebeband abzusperren, ist nicht erlaubt. Solche Markierungen gelten als Verkehrsbehinderung und können laut ACV Bußgelder nach sich ziehen. Dpa